Exclusive-Life driven by exception

Model: Highlander 2.5 Hybrid

Motor R4 + E-Motor

Hubraum: 2.487 ccm

Leistung: 247 PS

Antrieb: Vorderräder (Allrad optional)

Getriebe: stufenlos


Leergewicht: 2.035 kg

0-100 km/h: 8,3 s

Top Speed: 180 km/h


Preis in Deutschland: ab 54.950,00 Euro


Fahrbericht Toyota Highlander – Typisch

Typisch Toyota. Mit der Größe wächst die Lust diesen hierzulande recht seltenen Groß-SUV einmal länger zu fahren. Damit man den Komfort und damit auch die Qualität des Highlanders ausgiebig geniessen kann. Wir haben uns mal länger reingesetzt.

Groß, stark, komfortabel und sparsam. In den USA eine feste Größe, hierzulande ein Neuling und mit sieben Sitzplätzen ein echt Großer. Wo Mutti sonst zweimal fahren muss, ist die Kids-Fußball-Clique im Highlander in einem Rutsch auf dem Bolzplatz. Ganz knapp an der 5-Meter-Hürde vorbei. 4,9 Meter misst der Siebensitzer und damit sind die üblichen Parkhäuser in Deutschland eher zu meiden, oder der Mensch hinter dem Steuer ist mit wachsamsten Augen und einem höchst sensiblen Gasfuß unterwegs. Dabei ist der große Japaner ein sehr übersichtlicher und einfach zu bewegender Riese. Die Scheiben so groß, die Streben dazwischen eher schlank und an technischen Hilfsmittel herrscht kein Mangel. Man sieht den Wagen von oben und freut sich über einen Wendekreis, der nun wahrlich nicht zu groß ist. 


Wer sich dem Wagen nähert, egal aus welcher Richtung, wir ihn unterschätzen. Fünf Meter lang? Kaum. Sieben Sitze? Eher nicht. Verbrauch um sechs Liter? Auf keinen Fall. 


Einsteigen und Umsehen. Aufgeräumt, klar, Alles hat seinen Platz, der Mensch orientiert sich kurz und kennt sich aus. Der große Monitor in der Mitte, an einem massiven Steg aus Aluminium befestigt, schaut uns an und ist sehr gastfreundlich. Das Smartphone zieht so schnell in den Highlander ein, mit all´seinen Apps und Icons. Die komplette Digitalisierung hat diesen Toyota noch nicht erreicht. Analogie überall. Knöpfe, Druck- und Drehschalter. Der Wahlhebel zwischen den Sitzen. Und weiter hinten, reichlich Raum. Alles zusammen auf sehr hohem Niveau. Die Materialien, die Verarbeitung, die Ästhetik. Nicht der ganz große Luxus aber Premium auf sehr hohem Niveau. Also typisch Toyota.







Unterwegs im Highlander, Autobahn zuerst. Der Vollhybrid läuft und kann 180 schaffen. Dann müssen alle Motoren an einem Strang ziehen, der Verbrauch und seine Kontrolle ist dann immer noch wirksam, aber das Ziel von rund sechs Litern ist dann nur noch sicht- aber nicht mehr erreichbar. Besser den Fuß vom Gas, bei 120 rollen lassen, jedes Gefälle nutzen, damit Energie per Rekuperation in den Akku fliesst. Bremsen ist noch besser. Deshalb lernen wir wieder einmal, dass ein Vollhybrid die Landstraße mag. Mittelstrecken-SUV. In der Stadt das Start-Stopp-Spiel, der E-Motor ist länger, öfter aktiv. Und dieser Japaner ist, wie alle Vollhybriden, ein klein wenig erzieherisch unterwegs. Wer den Vollgas-Freak geben will, wird enttäuscht. Und er lernt, dass der Reihenvierzylinder irgendwann meckert, was man deutlich hören kann. Schon deshalb macht die Gasfußkontrolle im Hirn Sinn. 



Wir fragen uns, was diesen SUV von seinen Kollegen unterscheidet? Die muskulöse Statur, das souveräne Auftreten, der mit Assistenten prall gefüllte Wagen, das clevere Antriebssystem oder die sieben Sitze plus Gepäckablage, die den Highlander zum überzeugenden Urlaubswagen für Familien macht? Keine Ahnung, es ist vermutlich genau die Summe all´ dieser Dinge, die man für den Preis ab 54.000,00 Euro kaufen kann. 


Noch was zum Schluss: Sechs Liter, nicht mehr und nicht weniger hat der Highlander in die Brennräume geschickt.


Fotos: Toyota