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Rolls-Royce Wraith Eagle VIII – Take off in Cernobbio
Rolls-Royce Eagle VIII
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Rolls-Royce Wraith Eagle VIII – Take off in Cernobbio 

Vor 100 Jahren gelang eine Sensation. Non-Stop von Neufundland nach Irland. Mit an Bord: Zwei Eagle VIII Triebwerke, konstruiert und gebaut von Rolls-Royce. 100 Jahre später landet ein Eagle VIII am Lago di Como.

Rolls-Royce Eagle VIII

Der Concorso D´Eléganza am Comer See ist eine Party. Eine Party der automobilen High Society. Man trifft sich an den Ufern des Sees, man flaniert auf dem feinen Kies des Hotels Villa D´Este und man bleibt minutenlang vor jedem Auto stehen. Inspiziert kunstvoll gearbeitete Aussenspiegel, Auspuffrohre, die wie Schwanenhälse geformt, schnöde Abgase in ein Parfum der Extraklasse verwandeln. Man trifft sich, man bahnt Geschäfte an, man erinnert sich und man zeigt sich. Wunderbar.

Rolls-Royce ist natürlich mit an Bord dieser Kreuzfahrt durch die Geschichte des Automobiles. In diesem Jahr zeigen die Briten eine besondere Spezialität aus der Abteilung Bespoke, deren Aufgabe die Erfüllung von Kundenwünschen ist. Gekauft wie gesehen ist eher selten. Man hätte gerne Dies und Das. Und manchmal stecken die Leute aus dieser Abteilung die Köpfe zusammen und heraus kommt dann ein Projekt, dessen Strahlkraft die Serienmodelle aus Goodwood so ein ganz klein wenig aus dem Rampenlicht drängt. Das ist nicht böse gemeint, die Leute bei Bespoke sind eben nicht an die üblichen Produktions- und Kalkulations-Regeln gebunden. Und genau das sieht man dem Eagle VIII auch an. Getreu dem Motto: Wenn, dann richtig.

Rolls-Royce Wraith Eagle VIII – Im Innenraum geht die Post ab

Fangen wir bei der Karosserie an. Two-Tone-Lackierung in Gunmetal und oben Selby Grey. Die Kühlermaske in schwarz mit Schaufeln dahinter, als optische Referenz an das Eagle Triebwerk. Die Räder ebenfalls schwarz und per Hand poliert. Eine Kupferlinie trennt die beiden Farben.

Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII
Rolls-Royce Eagle VIII

Im Innenraum geht dann richtig die Post ab. Es funkelt und schimmert mit allem Drum und Dran. Unter dem inneren Türgriff der Fahrerseite zum Beispiel, eine gülden schimmernde Zierlinie und darunter dann eine Plakette mit der Aufschrift:

“I do not know what we should most admire – their audacity, determination, skill, science, their aeroplane, their Rolls-Royce engines – or their good fortune”
Sir Winston Churchill, 20th June 1919

Dies die Worte, die der damalige britische Kriegsminister an die beiden Helden richtete. In der Nacht dann, wenn kein Sonnenstrahl das Innere dieses besonderen Wraith erreicht, werden 1.183 Sternlein am Himmel des Coupés funkeln und den Nachthimmel zur Zeit des Rekordfluges anno 1919 zeigen. Die Armaturentafel ist mit der Route des Fluges verziert. Diesmal Messing, kein Gold oder Silber. Die feine Uhr ist schon ohne Specials ein Augenschmaus, mit den „Eagle“-Features mutiert der Zeitanzeiger zum Kunstwerk, das man am liebsten ausbauen und in eine Vitrine stellen möchte.

Die Bildgalerie zeigt weitere optische Highlights des Wraith Eagle VIII und wer jetzt noch wissen will, wieviele Euros man von seinem Konto loseisen muss, sagen wir ganz offen: Keine Ahnung. Der Wraith Black Badge wechselt für lässige 350.000,00 Euro den Besitzer, der Eagle dürfte noch ein paar Euro teurer sein. Wir schätzen so um 400.000,00 Euro, was weder ein Pappenstiel noch ein Schnäppchen ist. Aber allein die Plakette mit der kurzen Rede von Winston Churchill dürfte den Preis rechtfertigen. Und dann ist da noch der Schimmer des Nächtens, die Ätmo, die uns schon beim Black Badge, ohne einen einzigen Tropfen Single Malt, fasziniert hat.

Wer diesen super, special Rolls-Royce gerne persönlich treffen, die Sitze auf Passgenauigkeit prüfen und die 1..183 LEDs nachzähen will, reist nach Italien, checkt im Hotel Villa D´Este ein und ignoriert für einen kurzen Moment alle anderen automobilen Schätze des Concorso. Wir reisen derweil nach Berlin und lauschen den Elektro-Rennwagen der Formula-E.

Fahrbericht Rolls-Royce Ghost Black Badge
Fahrbericht Rolls-Royce Phantom VIII
Fahrbericht Rolls-Royce Dawn</a>
Fahrbericht Rolls-Royce Wraith
Fahrbericht Rolls-Royce Cullinan
Fahrbericht Rolls-Royce 102EX

Fotos: Rolls-Royce Motorcars

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