Exclusive-Life

driven by exception

Range Rover Evoque P300e

Motor: 3-Zylinder Reihe Turbo + E-Motor

Hubraum: 1.498 ccm

Leistung: 227 kW / 309 PS bei 5.500 U/min

Drehmoment: 543 Nm bei 2.000 – 4.000 U/min


Fahrleistungen/Verbrauch/Co2:

Top Speed: 213 km/h

0-100 km/h: 6,4 s

Verbrauch (NEFZ) kombiniert: 2,0 /100 km

CO2 (NEFZ) kombiniert: 43 g/km

Preis in Deutschland ab: 58.050,00 Euro

Das kleine e macht den Unterschied. Vor allem, wenn man aus dem Stand den Briten mal richtig nach vorn schicken will. Nur mit den 1,9 Liter auf einhundert Kilometer ist dann Essig. Abgesehen davon ist der Evoque noch immer der coolste unter der Range Rover Modellen. 


Dass PlugIn-Hybride nur auf dem Papier mit den Fabelverbrauchswerten glänzen, ist schon lange klar. Klar ist auch, dass der Mensch hinter dem Steuer die Zügel am Fuß hat und damit maßgeblich den Verbrauch bestimmt. Bei den extern und intern aufladbaren Hybriden ist genau das der casus knacksus. 


Knackige 309 Pferdestärken bringt der momentan einzige PlugIn-Evoque im Programm auf alle vier Räder. Und das wirkt sich natürlich auf unterschiedlichste Art aus. Wenn nur der E-Motor zum Dienst antritt und man an der Ampel den Pubertäts-Start hinlegt, rennt der fast zwei Tonnen schwere Brite nahezu allen Verbrennern davon und der Akku leert sich dann, logisch, recht schnell. Im Grunde keine Überraschung, E-Antriebe liefern ihre Kräfte ohne Drehzahl-Vorgaben, sofort und in voller Wirkung und E-Motoren. 


Seit zehn Jahren ist der Evoque nun auf diesem Planet unterwegs und er hat sein Publikum und seine Fans gefunden, seit 2019 ist die zweite Generation auf dem Markt, die Auswahl an Motoren mit E-Unterstützung ist umfangreich, nahezu alle Modelle sind mit Mild Hybrid-Systemen unterwegs. Und dann ist da der P300e und der liefert deutlich mehr E-Power als seine Kollegen, denn er ist ein PlugIn-Hybrid. Und das heisst: 50 Kilometer rein elektrische Reichweite bis Tempo 130. Wer herausfinden will, wie lange der Akku bei 130 durchhält, sollte mit rund 20 Kilometern rechnen. 


Es ist die stark abfallende Dachlinie, ab der B-Säule geht die Reise los und das Thema Coupé tritt in Erscheinung. Dazu die kantige Figur, das immer noch eindrucksvolle Gesicht und die Silhouette des Stadtindianers, der eindeutig ein Range Rover ist, der aber auch irgendwie aus dem Rahmen fällt, weil die Designer seiner Kontrahenten den exakt gegenläufigen Weg wählten. Hier die selbstbewusste Ansammlung von Ecken und Kanten, auf der anderen Seite, die fast schon penetrante Zurschaustellung von weichen, fließenden Linien, die aus fast jedes Auto in eine beliebig anmutende Gestalt verwandeln.


Durch die Stadt, reichlich Bremsen und Verzögern. Das läßt überschüssige Energie in den Akku fliessen, kurze Ampelstarts reissen dann immer wieder ein Loch in den Stromvorrat. Raus aus dem Gewirr, auf die Landstraße. Der kurze Range Rover fühlt sich hier mindestens so wohl wie in der Stadt. Das Kurve-Gerade-Spielchen beherrscht der Brite sehr gut, wobei das Fahrwerk keine Manöver á la Rennstrecke mag. Der Hersteller hat den Evoque ganz bewusst aus seiner Tuning-Abteilung verbannt. Obwohl der elektrifizierte Evoque auf allen vier Rädern angetrieben wird und mit McPherson Federbeinen ausgestattet wurde, liegen seine Stärken eher im Bereich Fahrkomfort und einer fast buddhistischen Ruhe. Yoga könnte sein täglich Brot sein und wir rennen mit Volldampf gen Hamburg, geniessen eine nächtliche Hafenrundfahrt mit sehr ruhiger Musik plus diesem typischen Blick auf diverse Öl-Rafenerien, die offenbar nur noch kurze Zeit zu leben haben. 


Man kann den Viertürer aus der Abteilung Midsize-SUV schon sportlich bewegen, aber die Lieblingsbeschäftigung des Evoque besteht offensichtlich in der Erkundung urbaner Welten. Dass er maximal mit 213 km/h unterwegs sein kann, dient vermutlich ausschließlich der schnellen Verbindung zwischen zwei Städten. Sollte Land Rover über einen Nachfolger planen, an dieser Stelle eine Bitte. Komplett elektrisch und einen Tick leichter. 

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