Porsche Panamera 2017: Neuer Wind aus Zuffenhausen

Porsche-Panamera-2017-Aufmacher

Nun ist er da. Der neue Panamera. In Berlin wurde er feierlich auf die Bühne gestellt. Leider konnten wir nicht persönlich vor Ort sein, deshalb an dieser Stelle ein paar Zeilen zum jüngsten Spross der Panamera-Familie. Inklusive eines Videos.

Über den ersten Panamera haben wir uns gefreut. Nicht unbedingt wegen der Ästhetik, aber wegen der Technik, wegen des Fahrgefühls und wegen der professionellen Sturheit, mit der Porsche an dem Projekt festgehalten hat. Nun kommt der Neue und der sieht allemal besser aus, als sein Vorgänger. Und technisch ist der neue Panamera ganz weit vorn. Wie er sich fährt, werden wir hoffentlich bald erleben. Auch, weil die Menschen bei Porsche es wirklich spannend gemacht haben.

„Neu justiert“, heisst es in der Pressemappe zum neuen Panamera. Er sei der Sportwagen unter den Limousinen, so der Text aus Zuffenhausen. Ob er wirklich wie ein Sportwagen läuft, können wir noch nicht bestätigen. Aber er schaut, zumindest von vorn, so aus. Die Nase verrät die Verwandtschaft zum 911, die Frontleuchten, die Konturen auf der Haube und die Lufteinlässe vorn. Dies alles ist eine Nachricht, eine Nachricht an den Fahrer des Wagens vor dem Panamera. „Hier ist Sport im Anflug.“ Fährt der Panamera dann vor bei und zwar langsam, kann man sich den Wagen von der Seite anschauen und dann verwandelt sich der Sportler in einen glasklaren Viersitzer.

Porsche Panamera 2017 – Das Lichtspiel am Heck kommt gut

Die Konturen der Seite verhindern, dass man wieder weg schaut, weil Limousinen in aller Regel keine ästhetischen Aufreger sind. Der Panamera ist da anders, er nimmt den Sport mit nach hinten und präsentiert sich dort als hoch moderner Wagen mit sehr, sehr schmalen Rückleuchten und einem Bremslicht, dass sich noch schlanker unter der Abrisskante hindurch bewegt. Eine Leuchtspur sozusagen. Und genau dieses Kombinat aus Leuchten und Bremslicht ist optisch schon sehr eindrucksvoll.

Porsche Panamera 2017
Porsche Panamera 2017

Insgesamt hat der Panamera noch immer den runden, doch recht auffälligen Hintern, aber er kann ihn nun besser tragen. Auch, weil man ihn dank der dynamischen Seitenlinie nicht mehr als Höhepunkt des Designs betrachten muß. Erst kommt die Front, dann die Seite und dann das Lichtspiel am Heck. Er sieht gut aus.

Im Innenraum hat man sich in Zuffenhausen reichlich bewegt. Die lange Mittelkonsole wurde deutlich verkürzt, darüber sitzt ein beachtlich grosser Monitor und der Schalthebel sieht wie ein echter, moderner Schalthebel aus. Die Rundinstrumente hinter dem Steuer sind immer noch rund und die Drehzahl steht noch immer im Mittelpunkt. Man zündet den Panamera noch immer links neben dem Volant, an dem reichlich gedrückt werden darf. Die Uhr vor der Frontscheibe schaut noch immer keck hervor, allerdings nur, wenn man sie in der Liste ankreuzt.

Porsche Panamera 2017 – Es geht um Vernetzung

Und jetzt kommt das Thema Zukunft. Es geht um Connectivity, also Vernetzung. Dort ist Porsche auf dem Weg zu einer ganz grossen Nummer in der Branche. Man hat einen Spezialist engagiert und man wird bald neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen, damit die Ambitionen in Sachen Zukunft und Vernetzung zur Alltäglichkeit werden. Im neuen Panamera wurden „Hardkeys“ also normale Knöpfe und Schalter reduziert, dafür sind „berührungssensitive“ Panels und konfigurierbare Displays eingebaut. Man orientiert sich an der Bedienung von Smartphones und Tablets.

Porsche Pamnamera Turbo 2017 Cockpit
Porsche Pamnamera Turbo 2017 Cockpit

Bei der Assistenten an Bord hat man in Zuffenhausen ordentlich aufgerüstet. Besonders spannend finden wir das „Porsche InnoDrive“, ein System das mithilfe von Radar, Sensorik und Navigation den perfekten Abstand zum Vordermain hält. Hier können wir von einem Teil des Automatisierten Fahrens sprechen. Auch das wollen wir unbedingt ausprobieren.

Für den Anfang hat Porsche drei Varianten des Panamera im Angebot. Den Anfang macht der Panamera 4S Benziner mit Allradantrieb, 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, V6-Biturbo und 440 PS für 113.027,00 Euro. Der Panamera 4S Diesel hat acht Zylinder unter der Haube, er leistet 422 PS und startet bei 116.954,00 Euro. Ganz oben auf der Skala steht der Panamera Turbo. Er holt aus dem V8-Biturbo satte 550 PS und kostet mindestens 153.011,00 Euro.

Bestellt werden kann schon jetzt, geliefert wird laut Porsche ab dem 5. November 2016.

Fotos und Videos: Porsche AG