Wir hatten schon mal das Vergnügen. Zwei mal sogar. Einen Ur-Targa, Baujahr 1970 und dann ein paar Jahre vorher den damals ersten Targa der neuen Art. Das war dann im Jahr 2014. Und nun steht da der nagelneue Targa. Ganz der Elfer, nur eben mit diesem ganz besonderen Dach.

Das Dach als Hauptdarsteller. Das schafft nur der Targa aus Zuffenhausen. Vielleicht kommt der Dawn an in heran, was vermutlich nur an der Größe des Verdecks liegt. Aber wenn der Targa sein Verdeck versteckt, dann schauen alle hin. Als wir 2014 diese Aufführung per Handy-Video festhielten und ins Netz stellten, war das Filmchen ein kleiner Hit. Zigtausend mal angeklickt und reichlich Sprüche dazu. Meist positiv und mit dem Begriff „cool“ etikettiert.

Als wir den Ur-Targa ausführten und an einer Bushaltestelle das Verdeck mit handwerklichem Geschick unter der Fronthaube verstauten, war das irgendwie kein Thema. Einen Film gab und gibt es davon nicht. Das Verdeck einhändig entnehmen und verstauen, war uns zu schwierig und ein Stativ für die Kamera war nicht zur Hand. Und trotzdem, würde man uns heute fragen, ist der 70er Targa unser Liebling unter all´den klassischen Porsches. Selbst der fett ausgestattete 928 kommt da nicht mit.

Porsche 911 Targa 4S 2020 – Lift me up

Und jetzt steht da, der schöne, neue Targa. Als 4 oder 4 S. Natürlich einen Tick stärker als der Vorgänger und auch schneller. Wir haben die wichtigsten Daten weiter unter aufgeschrieben. Und es gibt eine technische Leistung, die man sicher im Alltag oft gebrauchen kann. Einen Lift, der vor vorwitzigen Bordsteinkante schützt oder vor Bodenschwellen, die man hier und da sonst umschiffen sollte. Besatzungen in Kranken- oder Polizeiwagen kennen das Thema. Die Bandscheibe ruft oder zumindest alles, was im Wagen nicht niet- und nagelfest untergebracht wurde. Der Clou am Lift ist aber nicht seine reine Existenz, es ist sein Gedächtnis. Verbunden mit dem GPS-System merkt sich der Lift, wo er genutzt wurde und falls man noch einmal an der gleichen Ecke vorbei kommt, drückt der elektronische Liftboy den Knopf „Erster Stock, Bordsteine“.

Zur Optik läßt sich nicht so viel erzählen. Wir sehen das Leuchtband am heck, darüber die beiden LED-Bremsleuchten in der Mitte der Kühlrippen. Im Innenraum das Thema Vernetzung, reichlich Screen und der Wahlhebel, der uns immer noch nicht gefällt. Wie er fährt und anfühlt werden wir später lernen. Und noch eine Info: Den neuen Targa gibt es zum Markstart in zwei Versionen. Targa 4 und Targa 4S. Die Daten des Targa 4 haben wir unten aufgeschrieben. Und noch was. Es wird ein Sondermodel zur Markteinführung geben. Darüber schreiben wir dann, wenn wir etwas darüber wissen.

Hier nun ein paar Fotos des Ur-Targa und des Targa Baujahr 2019:

Porsche 911 S Targa, 1970 Foto: Ralf Bernert
Porsche 911 S Targa, 1970 Foto: Ralf Bernert
Porsche 911 S Targa, 1970 Foto: RPorsche
Porsche 911 S Targa, 1970 Foto: RPorsche
Porsche 911 S Targa, 1970 Foto: Ralf Bernert
Porsche 911 S Targa, 1970 Foto: Ralf Bernert
Porsche 911 Targa GTS,  2019, Foto: Porsche
Porsche 911 Targa GTS, 2019, Foto: Porsche
Porsche 911 Targa GTS 2019, Foto: Porsche
Porsche 911 Targa GTS 2019, Foto: Porsche
Porsche 911 Targa GTS 2019, Foto: Ralf Bernert
Porsche 911 Targa GTS 2019, Foto: Ralf Bernert

Fahrbericht Porsche Targa S 1970
Fahrbericht Porsche 911 Coupé (992)

Die technischen Daten:
Porsche 911 Targa 4S
Motor: 6-Zylinder Boxer BiTurbo
Targa 4: 283 kW / 385 PS bei 6.500 U/min
Hubraum: 2.981 ccm
Leistung: 331 kW / 450 PS bei 6.500 U/min
Drehmoment: 530 Nm bei 2.300 bis 5.000 U/min
Drehmoment Targa 4: 450 Nm bei 1.950 bis 5.000 U/min

Getriebe: 8-Gang DKG / 7-Gang Handschalter
Antrieb: Allrad

Maße:
Länge: 4.519 mm
Breite (mit Spiegel): 1.852 mm (2.024 mm
Höhe: 1.299 mm
Radstand: 2.450 mm

Leergewicht: 1.675 kg

Fahrleistung/Verbrauch:
0-100 km/h: 3,6 s
Top Speed (Targa 4) : 304 km/h (289 km/h)

Verbrauch kombiniert 9,9 l/100 km nach WLTP
CO2: 227 g/km nach WLTP

Preis in Deutschland ab: 143.956,00 Euro
Preis: Targa 4 ab: 128.486,00 Euro
lieferbar: ab Herbst 2020