Pirelli P Zero und McLaren Senna: Koalition aus Leidenschaft. Es gibt Zweckgemeinschaften. In der Politik zum Beispiel. Und es gibt Paare, die auch nach Jahren nicht aus dem Bett kommen. Hier und da die Tür geöffnet und man erblickt eine Errungenschaft, die man dann als Kind der Leidenschaft erkennt. Manche Firmen machen so was und dann sind wir begeistert.

Pirelli P Zero und McLaren Senna

Pirelli und McLaren sind so ein Pärchen. Die muß man nicht wählen oder bei wochenlangen Lagerkämpfen beobachten. Sie stehen auf keinem Balkon und irgendwann kommt einer raus und sagt, er habe keinen Bock mehr. Bei den italienischen Reifenbäckern und dem britischen Sportwagenbauer stimmt die Chemie scheinbar sehr gut. Fast immer, wenn McLaren einen neuen Wagen vorstellt, sitzen auf den Felgen schwarze Pirellis.

Als die Briten jüngst den „Senna“ vorstellten, reichte eine kurzer Blick auf die Radhäuser und man wusste, dass die Kombi „Pirelli und McLaren“ wieder gemeinsame Sache gemacht hat. Der neue 800-PS Supersportler aus Woking wird auf speziellen P Zero Trofeo oder P Zero aus dem futuristischen Werk südlich von London rollen.

Foto: Pirelli

Der Clou dieser Kombination aus Strassentauglichkeit und Rennstrecken-Kompetenz liegt einerseits in der Spreizung und andererseits in der exakten Annäherung an die Grenze des Limits. Der Senna ist in beiden Welten zuhause und er soll dort maximale Leistung bieten. Bildlich gesprochen heisst, das der Kunde fährt auf eigener Achse zur Rennstrecke und rollt dann durch die Boxengasse direkt auf die Start-Ziel-Linie. Eine oder zwei Runden zum Aufwärmen und die Reise geht los. Die Reifen bleiben die selben. Nur die Einstellungen am Fahrzeug ändern sich. Track ist angesagt.

McLaren Senna

Die Differenz zwischen Strasse und Track, die Unterschiede in der Fahrweise und vor allem in der Belastung ist dabei beachtlich. Hier die Kombination aus Abrollkomfort, maximaler Grip für stabile s Fahrverhalten auf unterschiedlichsten Belägen. Dazu zählt, vor allem auf deutschen Autobahnen, Geschwindigkeiten jenseits der 300 km/h über eine längere Distanz, bis hinunter zur Ortsdurchfahrt mit Tempo 50. Dann auf dem Track, je nach Streckenprofil extreme Belastungen in kürzesten Abständen. Höchste Quer- und Längsbeschleunigung, Lastwechsel und sehr hohe Ansprüche an Traktion, Seitenhalt und Standhaftigkeit, weil man auch nach der zehnten Runde die gleiche Qualität erwarten muss.

Der McLaren Senna, jener Supersportler, der für beide Welten, also Track und Strasse, entwickelt wurde, wäre nicht komplett, wenn die Reifen nicht den gleichen Anforderungen genügen könnten. Man sollte also davon ausgehen, dass die Entwickler in Woking die maßgeschneiderten Pirellis nur dann freigeben, wenn sie haargenau auf das Leistungsprofil des Senna passen würden.

Wer sich den Senna inklusive speziellen P Zero oder P Zero Trofeo live ansehen will, sollte zum Genfer Auto Salon fahren. Dort werden McLaren und Pirelli jeweils ihre neuesten Produkte vorstellen.

Fotos: Pirelli

Auch interessant:

Pirelli P Zero World in München
Pirelli Winter Games
Pirelli Kalender 2018