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Pininfarina Battista – Das ganz große Spiel
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Pininfarina Battista – Das ganz große Spiel 

Unter zwei Sekunden von Null auf Hundert, 350 km/h schnell und das rein elektrisch. Dazu eine betörende Hülle und ein Preis von lockeren zwei Millionen. Wir zeigen den Battista von Pininfarina, den ersten eigenen Wagen der legendären Designschmiede.

Eins vorweg. Der Name Battista ist eine Hommage an den Gründer der Firma. Battista „Pinin“ Farina gründete sein Unternehmen 1930 und darf ohne Übertreibung als einer der größten Autodesigner seiner Zeit bezeichnet werden. Seine Kundschaft verteilt sich über den gesamten Globus. Vor allem seine Arbeit für Ferrari, Lancia, Alfa Romeo oder Maserati ist hinlänglich bekannt und gewürdigt.

Und nun ein komplettes Auto aus den Hand der Firma Pininfarina. Battista selbst wäre hoch erfreut. In den 80ern stellte man zwar ein eigenes Produkt auf die Räder, aber der Volumex verkaufte sich nur 500 mal, das Cabriolet war schick aber kein Erfolg.

Paulo Pininfarina, derzeit Chef in Cambiano, hat mit Mahindra, einem Auto-Gigant aus Indien, einen enorm potenten Partner an Bord geholt und nun mit seinem Team ein erstes Ausrufezeichen in die Welt geschickt. Der Pattista ist das wohl extremste R-Mobil derzeit.

Die nackten Daten sind eindeutig. Pininfarina will keinen Sportler der üblichen Machart bauen. Während Volkswagen noch immer den 16-Zylinder-Verbrenner ins Rennen schickt, Porsche mit eher moderaten Werten den Taycan auf die Spur stellt und McLaren mit dem Speedtail eher auf eine Mischung als Tradition und Extravaganz setzt, soll der Battista für Aufregung sorgen und das tut er auch. Und das nicht nur wegen seiner Erscheinung.

Das Team um Paolo Pininfarina ist mit bekannte Namen aus der Automobil-Branche versehen. Der ehemalige F1-Fahrer Nick Heidfeld ist an Bord, Peter Tutzer, einst als Entwickler bei Bugatti unterwegs, Michael Perschke ehemals Audi und so weiter. In München wird geplant, kalkuliert und gemanaged. Das Design entsteht natürlich in Italien. Pininfarina ist noch immer als Design-Schmiede unterwegs, die Tochter „Automobili Pininfarina“ kümmert sich um den Rest. Das Thema Vertrieb und, bei E-Autos extrem wichtig, die Ladeinfrastruktur, soll über diverse Partner laufen. Man gehe davon aus, dass bis 2020 ein weitaus stärkeres Netz an Schnellladern zur Verfügung stehen werde, so Christian Jung, Chefingenieur und zuständig für die gesamte E-Technik des Battista.

Motor und Akkus werden von Rimac geliefert, das Kroatische Unternehmen gilt schon seit einigen Jahren als sehr kompetenter Spezialist für E-Sportwagen. Für Jung ist der Battista weit mehr als nur ein weiterer Hypersportler mit E-Antrieb:“Ultimately, the Battista has to drive like a hypercar not an electric car. Electrification allows us to support hypercar development with instant torque. We might even have to dial it down as its reaction time is up to 20 times faster than an ICE! We are trying to go to the extremes that neither Tesla nor the major OEMs are targeting as we firstly take an absolute focus on what a traditional hypercar customer wants in a car, then what he or she will expect from new technologies within a new package. We are producing an individual product not based on an historical line-up. It’s bespoke to our needs and character and a flag-bearer for our future range of luxury cars.“

Paolo Battista
Paolo Battista

Fotos: Automobili Pininfarina

Die technischen Daten (laut Hersteller):

E-Motor: 4 Motoren (je einer pro Rad
Gesamtleistung: 1.900 PS
Drehmoment: 2.300 Nm
Antrieb: Allrad
Akku: 120 kWh

Fahrleistungen:
0-100 km/h: < 2,0 s 0-300 km/h: 12 s Top Speed: 350 km/h Reichweite: bis 450 km Preis: vermutlich um 2.000.000,00 Euro Produktion: 150 Stück Lieferung ab Sommer 2020

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