Nur für Enthusiasten, ohne Kaufprämie und mit diesem Kleid, das den Saugmotor fast übertönt. Es freuen sich Landstraßen, Stadtvillen und Boulevards. Und die potenzielle Kundschaft sowieso.

Fein sieht er aus, sehr fein. Aus einem Guss, wenn man so will. Und die Entwickler bei Lexus haben sich ernsthafte Gedanken zum Thema Heck gemacht. Denn genau da liegt oft der Hase im Pfeffer. Dort, wo das Verdeck auf den Hintern des Wagens trifft, ist ein meist deutlicher Knick zugange und der stört das Auge. Und dann ist da noch das Zweimannzelt, welches nach Jahren auf dem Dachboden deutliche Mängel offenbart. Das Stichwort: Gestänge.

Und dann lesen wir, dass die Leute bei Lexus beiden Aufgaben einige Zeit widmen durften. Der Knick ist nach getaner Denkarbeit nicht ganz verschwunden, aber der Winkel, den Dach und Heck nun ertragen müssen, ist größer als bei den anderen Cabriolets. Der Trick, ganz simpel aber wirkungsvoll, man zieht das Verdeck noch weiter nach hinten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, der Winkel ist nun deutlich größer, das Verdeck fliesst im Grunde ins Heck. Und das Thema Gestänge wurde per Straffung gelöst, das vierlagige Stoffdach wird mit deutlich höherer Spannung über die Köpfe der Insassen gespannt. Das Gestänge bleibt damit weitestgehend unsichtbar. Zumindest für die ersten paar Jahre und bei artgerechter Haltung.

Was fällt uns noch auf. Die hintere Radhäuser in Verbindung mit der Abdeckung des Verdeck-Lagers. Das Verdeck wird viermal gefaltet, damit der Lagerrau möglichst klein ist. Wieviel Liter in den Gepäckraum passen, wissen wir noch nicht. Genaue Daten plus Preis und ab wann man in Deutschland bestellen kann, wird uns Marieluise Mammitzsch, die Pressesprecherin in den nächsten Tagen mitteilen.

Lexus LC Cabriolet – Der perfekte Kaufanreiz

Bei der Technik wurde im Grunde nichts verändert. Die Fahrleistungen bleiben identisch, der Verbrauch steigt ein wenig, das Mehrgewicht des Wagens muss sich ja irgendwo bemerkbar machen. Das Thema Akustik spielt eine Rolle. Der Fahrtwind wird bei hohen Tempi ein wenig lauter sein, dafür singt der V8 dann auch wie im Openair-Konzert. Erste Testfahrten werden im Herbst möglich sein.

Und nun schreiben mal auf, wer in diesem Revier sonst noch umher schwimmt. BMW fällt uns da ein. Der 840i ist auf dem gleichen Preisniveau unterwegs, hat einen Reihensechszylinder mit drei Liter Hubraum und 340 PS am Start und kostet 105.000 Euro. Wer´s stärker und mit V8 will, muss 30.000 Euro mehr auf den Tisch legen, ist dafür aber mit starken 530 PS auf der Jagd.

Aus Gaydon rollt bald der Vantage Roadster von Aston Martin auf die Straßen. Der Brite ist ähnlich wie der LC motorisiert, nur eben mit dem V8 Biturbo und 510 PS, der Preis liegt auch eine satte Stufe über dem des Lexus. Man sollte mindestens 150.000 Euro mitbringen.

Der GTC von Bentley spielt in einer höheren Gewichtsklasse. Mit V8 und 549 PS sind rund 200.000 Euro an den Händler zu zahlen. Noch luxuriöser und sicher auch begehrenswerter ist nur noch der Dawn von Rolls-Royce. Das ganz große Kino unter freiem Himmel ist mit einem V12 Biturbo unterwegs und lockere 300.000 Euro für die Standard-Version.

Der Lexus darf also recht unbehelligt seine Bahnen ziehen. In Deutschland werden die Verkaufszahlen wohl nicht allzu hoch werden, in den USA und China dagegen dürfte der Japaner, analog zum Coupé, sehr erfolgreich werden.

Fotos: Lexus

Fahrbericht Lexus LC500 2018

Die technischen Daten laut Hersteller:
Motor: V8
Hubraum 4.969 ccm
Leistung: 341 kW / 464 PS bei 7.100 U/min
Drehmoment: 530 Nm bei 4.800 U/min
Antrieb: Hinterräder
Getriebe: 10-Gang Automatik

Maße:
Länge: 4.770 mm
Breite: 1.920 mm
Höhe: 1.345 mm
Radstand: 2.870 mm
Leergewicht: 2.045 kg
Tank: 82 l

Fahrleistungen/Verbrauch:
Top Speed: 270 km/h
0-100 km/h: 4,7 s

Verbrach kombiniert nach WLTP: 12,8 l/100 km
CO2 nach WLTP: 292 g/km

Preis in Deutschland: vermutlich um 120.000 Euro
Auslieferung in Deutschland ab: Sommer 2020