Grand Hotel Villa D`Este: Paradies am See
Direkt am Ufer, ein Pool der schwimmen kann. Die Sicht auf den Lago di Como ist ein Traum, die Zimmer zum Park meist ausgebucht. Das Grand Hotel Villa D`Este ist Legende und ein wunderbares Beispiel dafür, dass die Zeit der Grand Hotels noch lange nicht vorüber ist.

 

Villa-Deste-Titel

 

Der Flughafen Malpensa bei Meiland ist gut eine Autostunde entfernt, die Fahrt zum Hotel bis auf die letzten Kilometer ist eher öde. Aber dann, die Uferstraße nach Cernobbio, durch kleine, zauberhafte Orte. Vorbei an Villen, die schon bessere Zeiten gesehen haben, zu einem der schönsten und besten Hotels südlich der Alpen. Wer hier lebt, ist zu beneiden. Wer hier absteigt, erhält eine Eintrittskarte zu den wunderbarsten Gärten Italiens und er kann die beeindruckende Kulisse des Lago di Como in aller Ruhe auf sich einwirklen lassen.

Ein Wochenende ist nicht genug. Die Stadt Como, ein paar Kilometer weiter lädt zum Bummel, der See mit seinen mehr als 150 Kilometern Uferlinie und die zahlreichen kleinen Orte, man kann mit dem Auto durch die zum Teil sehr engen Gassen schlängeln, man kann die Villa eines Schauspielers suchen und man kann als Gast der Villa D´Este die Pracht dieser ehemaligen Kardinals-Villa einen Spaziergang durch die prachtvollen Räume und Hallen unternehmen. Dem Park gebührt eine ausgiebige Bewanderung. Ein kleiner und teils steiler Weg führt zum Berg hinauf, die Aussicht auf die komplette Anlage und einen Teil des Sees sind mehr als ein Foto wert.

Wie alle Grand Hotels hat auch die Villa D`Este eine interessante Geschichte. Der Weg von der 1568 erbauten Villa zum heutigen Grand Hotel ist ebenso lang und beeindruckend wie ein Spaziergang durch den Park des Hauses. An dieser Stelle, wo der See in aller Ruhe zwischen den Ufern liegt, gegenüber die Berge den Wanderer anlocken und der lärm der zahlreichen Autos auf der Durchgangsstrasse nur manchmal lästig sein kann. Hier lebte vor rund 200 Jahren ein Kardinal und liess einen Garten anlegen, der heute durhc eben diese Strasse in zwei Hälften getrennt wird.

1568 als Villa Garrovo vom Architekten Pellegrino Pellegrini im Auftrag von Kardinal Tolomeo Gallio erbaut, 1814 in Villa D`Este umbenannt, ist sie durch viele stolze Besitzer später als Grand Hotel mit fantastischem Park weltberühmt geworden, was sicher auch an den teilweise schillernden Persönlichkeiten lag, die der Villa ihren persönlichen Stempel aufdrückten. Der Tourismus blühte schon sehr früh in den Gärten am Comer See. Tausende pilgerten durch die Pflanzungen und hinterließen ihre Spuren. 1856 fügte Baron Ippolito Ciani der Villa ein kleines Gebäude bei, heute als „Queen’s Pavilion“ bekannt. Mitte des 19. Jahrhunderts feierte Europas Adel in der Villa rauschende Feste; die Gattin des Russischen Zaren mietete das komplette Haus, berühmte Menschen aus aller Herren Länder und jeder Couleur gaben sich die edle Klinke in die Hand. 1873 wurde aus dem Privathaus ein Hotel. Die Gästeliste beeindruckt mit allen VIPs. Die beiden großen Kriege überstand das Hotel nahezu unbeschadet. Heute strahlt das hohe Haus in feinem Glanz.
Das Auto und das Hotel
1. Oktober 1929, die Weltwirtschaftskrise hat noch nicht stattgefunden, das Hotel wird zur Kulisse eines Wettbewerbes der automobilen Art. Der Concorso D’Eleganza feiert seine Premiere am Comer See. Die wichtigsten Auto- und Karosseriebauer entsenden ihre Kreationen. Namen wie Isotta Franchini, Bugatti, Alfa und Anderloni präsentieren die Haute Couture der Automobilbranche. Der Event genießt schnell einen exzellenten Ruf. Wer die Villa D`Este mit einem Pokal verlässt, hat allen Grund stolz zu sein. Die traditionelle Veranstaltung fand 1949 ein vorläufiges Ende; die Krise im Automobilsektor verschlang zahlreiche große Namen des Autodesigns. Erst vierzig Jahre später sollte der Comer See wieder zur Pilgerstätte werden.

Seit 1999 steht mit der BMW Group wieder ein starker Partner an der Seite der Organisatoren des Concorso D’Eleganza. Die Präsentation klassischer, zeitgenössischer und zukünftiger Automobile gleicht den grossen Schauen in Paris. Ker Laufsteg aus knirschendem Kies ist gesäumt von Fotgrafen und enthusiastischem Publikum. See und Hotel bilden eine Gasse, uralte Bäume schauen herab und ein presentatore erzählt Geschichten um die Modelle. Ein Sieg bei dieser Gala kommt einer grossen Ehrung gleich, grosse Sammler lassen ihre besten Stücke einfliegen, auf das die Jury den nicht nur symbolischen Wert des teilnehmenden Automobiles spürbar in die Höhe werten.

Einen Eindruck über dieses wunderbare Spektakel mag dieser Bericht vermitteln: Concorso d´éléganza

Das Hotel heute
Wir haben das Haus schon oft besucht. Die berühmte und bewegende Geschichte vor dem geistigen Auge, das Grand Hotel als lebendiges Buch, die Gärten als Zeuge verschiedener Epochen und immer wieder die Pracht von Natur und Architektur. Die Räumlichkeiten sind nicht weniger beachtlich. Die Villa ist kein Konzern-Hotel mit einheitlicher, internationaler Marketing-Strategie. Das Hotel bietet natürlich moderne Technik, Wellness, Konferenz-Räume, ein erstklassiges Restaurant, eine beachtliche Terrasse und so weiter. Aber die Suiten und Zimmer sind herausragend. Individuell gestaltet, mit exklusiven Antiquitäten ausgestattet und dem Stil der höchsten Ansprüche ergeben. Die Summe all dieser Annehmlichkeiten kann durchaus mit paradiesischen Zuständen beschrieben werden. Vorausgesetzt man kann dem klassischen Grand Hotel und seinen Eigenheiten genügend Zeit widmen.

 

 

Text: Ralf Bernert
Fotos: Hotel
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Text: Jonas Kleber
Fotos: Villa D’Este
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