Fisker Automotive

Fisker Automotive: Karma vor dem Ende

Diese Nachricht wird für Enttäuschung und Trauer unter Freunden kaliformischer Traumautos sorgen. Fisker Automotive entlässt einen Großteil seiner Belegschaft. Der kalifornische Hersteller von exklusiven Hybridfahrzeugen steht wohl kurz vor dem Aus.

 

Fisker-Karma-Titel

 

Dies ist kein Nachruf. Dies ist eine Vorbereitung darauf.
Die Geschichte des Herstellers Fisker Automotive ist kurz und sehr gehaltvoll. Sie lässt sich nicht ohne die Geschichte des Namensgebers, der das Unternehmen bereits verlassen hat, nicht erzählen. In dieser Geschichte geht es um sehr viel Geld, eine Idee und es geht um Politik.

 
 

Hendrik Fisker, als Designer sehr emotionaler Automobile wie dem BMW Z8 oder dem Aston Martin DB9, wollte vor einigen Jahren mehr sein als nur ein Autodesigner. Er wollte die Idee eines Autos ins Leben rufen und natürllch auch geschäftlich erfolgreich sein. Bevor er jedoch diese Idee zum Leben erwecken konnte, gründete er eine kleine Firma in Kalifornien und bot seinen Kunden an, ihren Mercedes-Benz SL oder ihr BMW 6er Coupé in ein schönes Auto zu verwandeln, quais durch eine Metamorphose. Nach dem Wandlungsprozess sollten die Autos nicht mehr SL oder 6er heissen sondern Tramontos oder Latigo. Ganze 14 Kunden nahmen das Angebot an, darunter ein Kunde eines BMW. Ein gutes Geschäft sieht anders aus.

Eine neue Idee. Das Stichwort: Hybrid. Anfang 2008, Fisker, inspiriert von der Idee eins Milität-Jeep mit Hybridantrieb, dachte über ein Luxus-Coupé mit eben dieser Technik nach. Ein eleganter Gleiter für den Veganer mit Geld. Beim Design hatte der sympathische Nord-Europäer wieder ein gutes Händchen beweisen. Der Karma stand als Konzept auf diversen Messen rund um den Globus und erntete reichlich Lob. Ein solches Auto mit Solarzellen auf dem Dach und natürlich abbaubaren Sitzbezügen sollte doch den reichen Umwelt-Aktivist mit Stil überzeugen. Und er tat es wohl auch.

Das Problem bei einem Auto ist leider nicht immer das deisgn. Egal wie hübsch ein Auto auch sein mag, es braucht Technik. Und diese Technik cheint nun dem Fisker Karma das schöne Rückgrad gebrochen zu haben. Vor allem der Stromspiecher und fehlendes Kapital für die Entwicklung neuer Produkte setzte dem kalifornischen Unternehmen sehr arg zu. Seit einiger Zeit kämpft das Unternehmen mit Zahlungsschwierigkeiten, ein staatliches Darlehen in Höhe von mehr als 129 Millionen US-Dollar kann nicht zurückgezahlt werden.

Heute (05.04.2013) meldet Fisker Automotive die Entlassung von mindestens 160 der 200 Mitarbeiter. Die restliche Belegschaft soll sich um die Abwicklung des Unternehmens kümmern. Gespräche mit potenziellen Investoren oder Käufern blieben bisher erfolglos.

Foto: Fisker Automotive

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