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Ferrari SF90 Stradale – Zwei Welten aus Maranello
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Ferrari SF90 Stradale – Zwei Welten aus Maranello 

Haben wir den kommen sehen? Irgendwie schon. Im LaFerrari haben sie die E-Technik mitwirken lassen, als Boost. Beim SF90 reden wir vom Kombinat mit externer Stromquelle und 25 Kilometer ohne la musica, was sicher einigen Menschen den Kopf drehen läßt. Und dann sind da noch die 1000 PS.

Ferrari SF Stradale – der Blick von Oben zeigt die Neuerung: Zwei Tankdeckel, einer für Benzin, der andere für elektrische Energie.

Vier gewinnt? Nein, wir reden nicht vom Antrieb aller vier Räder, wir reden von vier Motoren, wobei einer der Chef ist. Ein V8 mit vier Litern Hubraum und 780 PS. Dazu drei E-Motoren und die Zahl eintausend schwebt über dem Stradale, wie eine Wolke aus der heftige Blitze zucken. Es lebe der erste PlugIn-Hybrid aus Maranello, das Zeitalter der Nabelschnur, durch die Elektronen rennen, hat nun auch Maranello erreicht. 25 Kilometer Reichweite, die man entweder an der Ladestation tankt oder per V8 in den Akku laufen läßt. Ein Ferrari an der Steckdose! Die ersten Fotos werden Insta-Stars.

Weiter unten stehen ein paar Fakten. Der Preis fehlt noch und der offizielle Verbrauch. Man steht noch auf dem Prüfstand. Aber was wir sehen, ist ein Musterbeispiel an der Kombination aus Tradition und Moderne. Ein glasklar als Ferrari erkennbarer Supersportler und ein Tankdeckel, in den kein Rüssel passt, sondern ein Stecker. Das ist nagelneu und wer den SF90 als Erster an einer Ladestation sieht, darf das Foto gerne posten. Es wird in die Geschichte eingehen.

Ferrari SF90 Stradale – Zwei Welten, vier Motoren<7h2>

Acht Fotos haben wir schon und sie zeigen den SF90 als Skulptur von allen Seiten. Ein zackiges Video gibt es auch. Uns fallen die Rückleuchten auf, deren Form vielleicht als Hinweis auf zukünftige Hintern aus Maranello darstellt.

Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari
Ferrari SF90 Stradale - Foto: Ferrari

Im Innenraum hat sich Einiges getan. Der Blick auf den Motor ist ungewohnt eng, im Vergleich zum F8 Tributo. Der gesamte Wagen wirkt länger, weniger tailliert und der gigantische Lufteinlass erstreckt sich über die komplette Fahrzeugbreite. Und dann sind da noch die Endrohre, die nun sehr weit oben sitzen. Alles in Allem hat man bei Ferrari sehr viel Wert auf die Unterscheidung zu den anderen V8-Sportwagen gelegt, was auch im Innenraum deutlich erkennbar ist.

Da wären die Fahrmodi, die natürlich dem Hybridantrieb geschuldet sind. Man kann den V8 deaktivieren, also rein elektrisch durch die Gegend fahren, was zwei Welten bewegen wird. Für die V8-Ferrari-Musik-Fans ist diese Modus sicher eine echte Herausforderung. Und für die andere Welt ist das lautlose Gleiten, man kann bis zu 135 km/h schnell sein, ein Erlebnis der besonderen Art.

Das Cockpit des SF90 ist, abgesehen vom Lenkrad, komplett neu. Die Drehzahl-Uhr fesselt natürlich noch immer das Auge, aber links und rechts davon tummeln sich kleine Monitore, deren Programm per Schalter wählbar ist, daneben reichlich viele Schalter. Auf der Mittelkonsole findet man keinen Monitor, dafür weiter unten eine Schaltkulisse, die natürlich keinen Schalthebel, dafür aber reichlich historische Momente liefert.

Das Volant rückt nun noch mehr in den Mittelpunkt des Geschehens. Hände am Steuer, Augen auf der Strasse. Für Ferrari war diese Philosophie schon immer eine Herausforderung, schließlich kennt man bei der Formel 1 diese Form der Mensch-Maschine-Schnittstelle schon seit vielen Jahren. Jetzt werden die beiden Daumen des Fahrers noch mehr in die Steuerung und Bedienung eines Ferrari eingebunden. Für Ferrari-Neulinge dürfte dies ein wenig Übung erfordern, Routiniers werden frohlocken.

Und wie fährt er sich? Wir haben noch keinen Schimmer. Wir haben den 488 GTB bewegt und können aufschreiben, dass der V8 ein wunderbar präziser Motor mit dem Leistungshunger eines Profisportlers gezeugt wurde. Der 780-PS V8 im SF90 dürfte deutlich hungriger sein. Beim Fahrwerk rechnen wir mit noch mehr Präzision, auch wenn die E-Antriebs-Technik das Gewicht des Wagens deutlich nach oben schraubt. Dafür dürfte der Allradantrieb eine willkommene Neuerung sein. Ferrari hat zwar den GTC4 Lusso schon mit allen Rädern nach vorn getrieben, aber in einem reinrassigen Sportler dürfte das Thema Traktion noch einmal einen extra Schub bekommen. In 2,5 Sekunden bis 100 km/h klingt schon sehr, sehr schnell.

Über den Preis des SF90 wissen wir noch nichts. Wir schätzen, dass es um 600.000 oder 700.000 Euro gehen wird. Bestellen kann man noch nicht aber reservieren. Was wir aber wissen: der SF90 Stradale ist ein sehr spannender Ferrari.

Foto und Video: Ferrari

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Ferrari J50
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Ferrari F8 Tributo

Die technischen Daten laut Hersteller:
Motor: V8 BiTurbo
Hubraum: 3.990 ccm
Leistung: 5474 kW / 780 PS bei 7.500 U/min
Drehmoment: 800 Nm bei 6.000 U/min

E-Antrieb / 3 E-Motoren:
Gesamtleistung: 162 kW / 220 PS

Antrieb: Allrad
Getriebe: 8-Gang DKG

Maße:
Länge: 4.710 mm
Breite: 1.972 mm
Höhe: 1.286 mm
Radstand: 2.650 mm
Trockengewicht: 1.570 kg
Gepäckraum: 94 l (74 + 20 l Ablage hinter den Sitzen)
Tank: 68 l

Fahrleistungen:
Top Speed: 340 km/h
0-100 km/h: 2,5 s
0-200 km/h: 6,7 s
100 km/h bis Stand: 29,5 m
Verbrauch und CO2: wird noch ermittelt

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