Es gibt SUV, die würde man niemals abseits befestigter Wege nutzen. Zu schade. Die Felgen, der lack und dann bleibt oft die Frage, ob man da wieder heil raus kommt. Beim neuen Discovery Sport ist eine erlaubte Ausfahrt in die Botanik dann schon eher eine Frage der Lust.

Der neue Disco Sport: Mit 600 mm Wattiefe, dem der durchsichtigen Motorhaube (Kamera) und dem Terrain Respond System, sollte im Gelände fast alles machbar sein.

Unweit von Barcelona beginnt die Tour in Richtung Unterholz. Vorab die spanische Autobahn, welche die Frage nach dem Top Speed und wie souverän der Disco Sport die 225 schaffen kann, nicht beantwortet. Ein Limit hebt den Gasfuß und senkt die Chance auf ein Ticket. Bis 130 läuft der neue Land Rover wie erwartet locker und flockig.

Vor ab die Landstraße welche oft und gern den Schwerpunkt und seinen Hang zur Seefahrt auslotet. Man sitzt hoch, man weiß um die Bodenfreiheit und man weiß auch, dass man früher schon mal als Beifahrer den nächsten Landgang herbei gesehnt hatte. Die Zeiten sind vorbei, wenn überhaupt, dann kann ein Gelände-Straßen-Auto schon mal dank seiner Masse ordentlich schieben. Der Gravitation sei Dank. Der frische Disco Sport jedenfalls läßt sich sauber und ohne Mühe auch sportlich durch Kurven steuern. Die Breite des Wagens kann schon mal nerven, weil dann die Gehäuse der Außenspiegel an Wänden schnuppern. Aber sonst, alles im normalen Bereich.

Fahrbericht Land Rover Discovery Sport – Stock – Stein – Boulevard

Es passt was rein, hinten und auch vorn. Der Raum, den die Kabine bietet, ist großzügig bemessen. Legt man alle Sitze um, passen mehr als 3100 Liter in den Wagen. Sind alle Stühle belegt, können immer noch 1.451 Liter mitreisen. Und dann wäre noch ein Hänger im Programm. Immerhin 2.000 Kilo darf der Disco Sport ziehen. Urlaubsfreuden nicht mitgerechnet. Der Tank fasst 67 Liter. Wir rechnen nach. Wer umsichtig fährt, kann mit vollem Tank um 800 Kilometer weit fahren.

Wer den Vierzylinder richtig fordert, wird keine Rekorde aufstellen. Weder beim Tempo noch beim Verbrauch. Der neue Disco Sport ist ein Allrounder, ein Premium-Allounder. Das merkt man beim Anblick von Front und Heck und noch stärker nach dem Einstieg. Nie war ein Land Rover näher am den Geschwistern von Range Rover. Vor allem der Velar stand Model, was man an der Monitor-Landschaft gut erkennen kann. Dass der Disco Sport im Gelände den überzeugenden Spezialist geben kann, ist logisch, weil man bei Land Rover den Namen zum Programm gemacht hat. Neu und sehr nützlich, wenn man im Gelände allein unterwegs ist, ist eine Kamera, die ein Bild unter dem Vorderwagen zeigt. Damit kann man am Steuer tückische Fallen für die Vorderräder erkennen. Und wer seinen Disco Sport bis unters Dach beladen hat, schaltet den Rückspiegel auf Kamera-Sicht, dann wird die im Gehäuse der Dachantenne montierte Kamera aktiv. Sie überträgt ein glasklares rückwärtiges Bild.

Wir fuhren den P250 und das sind seine technischen Daten (laut Hersteller):

Motor: 4 Zylinder Reihe Turbo
Hubraum: 1.997 ccm
Leistung: 184 kW / 249 PS
Drehmoment: 365 Nm bei 1.400 bis 4.500 U/min
Getriebe: 9-Gang Automatik
Antrieb: Allrad

Maße:
Länge: 4.597 mm
Breite (eingeklappte Spiegel): 2.173 mm (2.096 mm)
Höhe: 1.727 mm
Radstand: 2.741 mm
Überhänge vorn/hinten: 880 mm / 810 mm
Wendekreis: 11,80 m
Leergewicht: 1.893 kg
Ladevolumen: 1.451 bis 3.115 l
maximale Anhängerlast: 2.000 kg

Offroad:
Böschungswinkel vorn/hinten: 25 / 30 Grad
Rampenwinkel: 20,6 Grad
Wattiefe: 600 mm
Bodenfreiheit: 212 mm

Fahrleistungen:
0-100 km/h: 7,6 s
Top Speed: 225 km/h

Verbrauch / CO2:
Verbrauch kombiniert nach WLTP: 7,9 bis 8,0 l/100 km
CO2 nach NEFZ2: 179 bis 183 g/km

Preis für den P250 in Deutschland ab: 47.485,00 Euro