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Fahrbericht Jaguar I-Pace – Volles Rohr aus dem Stand

Fahrbericht Jaguar I-Pace – Volles Rohr aus dem Stand. Beschleunigung, Reichweite, Ladespeed und der freundliche Gruß an den Tankwart. Jaguar hat den I-Pace gleich neben dem Nürburgring auf die Strasse gestellt und wir haben den Knopf gedrückt. Nur so zum Spaß und weil E-Autos halt immer spannend sind.

Fahrbericht Jaguar I-Pace Foto: Jaguar

Das absolut wichtigste zuerst: Ja, der I-Pace rennt aus dem Stand als hätte er einen Gepard im Genick. So, wie das ein E-Motor halt macht, er dreht volle Möhre aus dem Stand. Der Kaffee im Becher schwappt über den Rand, die Kopfstützen leisten Schwerstarbeit, wenn man nicht vorbereitet ist. Und dann ist da diese vertraute Stille, die nur durch die Verbindung von Reifen und Strassenbelag gestört wird, plus Verbrennerautos, die singen sich immer in den Vordergrund.

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Vorher ein kurzes Gespräch mit dem Entwickler des I-Pace, Dr. Wolfgang Ziebart. der uns erzählt, dass Jaguar die Tesla-Kundschaft ins Visier genommen hat und dass ein Projekt wie der I-Pace weit mehr als nur Entwicklungsarbeit war. Immerhin ging es auch um die Entwicklung neuer Akku-Kühlung und der Frage, wie man den Stromtank recht schnell wieder mit Leben füllt. 480 Kilometer Reichweite seien kein Pappenstiel, aber der Mensch wolle halt immer mehr, immer weiter und auch immer schneller. Das Thema Infrastruktur sei wichtig, dann gebe es ja noch die Tradition und davon hat Jaguar reichlich.

Ganz nah an der Döttinger Höhe, dort wo Rennwagen mal eben 300 km/h laufen und die Fahrer darin Augen und Muskeln entspannen. Die Elektro-Jaguar-Flotte steht Spalier. In Photon-Red, also gespannt und bereit. Ein erster Blick bleibt an der Fronthaube hängen. Eine Lüftungsöffnung fällt auf, die Überhänge, mangels fehlender Verbrenner-Technik vorn sind deutlich kürzer als bei anderen Produkten von Jaguar und hinten kann man von Überhang kaum sprechen. Der Radstand von knapp drei Metern fällt auf auf, 2.990 mm bei einer Gesamtlänge von 4.682 mm. Der jüngste und vermutlich derzeit interessanteste Jaguar glänzt grundsätzlich mit einer feinen Mischung aus sportlicher und ,typisch für Jaguar, eleganten Linienführung. Das Heck gefällt vor allem dank der beiden sehr schlanken Rückleuchten, dazwischen glänzt die springende Großkatze. Ganz oben freuen sich die Wolken, sie haben nahezu freie Sicht auf das Interieur des I-Pace. Die Idee des Panorama-Daches steht dem Flüster-Briten sehr gut, auch wenn das Extra 1.280,00 Euro extra kostet.

Fahrbericht Jaguar I-Pace Foto: Jaguar

Innen gibt es ausreichend Raum, alles ist modern, vieles digital. Die Sitze sind bequem und bieten vorn reichlich Seitenhalt. Die Bedienung ist gewohnt simpel und selbsterklärend. Wir spielen ein wenig im Konfigurator auf der Jaguar-Website. Für 2.300,00 Euro bestellen wir das Fahrassistenz-Paket 2, darin enthalten:
Notfall-Bremsassistent für hohe Geschwindigkeiten
Surround-Kamerasystem
Adaptive Geschwindigkeitsregelung (Adaptive Cruise Control, ACC) mit Lenkassistent
Toter-Winkel-Spurassistent inkl. Annäherungssensor

Aus Erfahrung empfehlen wir noch das HeadUp-Display für 600,00 Euro und wer eine Smartwatch und/oder ein Smartphone sein eigen nennt, kann den I-Pace aus der Ferne beobachten, zum Beispiel, wenn er gerade Strom trinkt und ab wann der Durst gelöscht ist.

Fahrbericht Jaguar I-Pace – Die Eifeldörfer freuen sich

Knöpfchen drücken, die Anzeigen leuchten auf. Die gesamte Bordelektronik, also die Monitore erwachen, der E-Jag ist bereit, der Kaffee im Becher auch. Der Stromfuß senkt sich weit nach unten und der Brite rennt los. Der Rest steht weiter oben. Wir rollen durch die Eifel, mit 100. Kein Mucks dringt ins Ohr, die Pirellis rollen sauber ab und werden später bei hurtiger Kurvenfahrt die eh schon sehr gute Strassenlage dank des niedrigen Schwerpunkts und des Allradantriebs unterstützen. Der E-SUV fährt sich auch in schnellen Kurven-Passagen sehr neutral und sehr stabil. Die Rundumsicht ist exzellent, auch weil man im grossen Bildschirm den Wagen beim Rangieren komplett beobachten kann. Im Gelände kennt sich der Brite aus, die Verwandtschaft von Land Rover hat ihre Kompetenz eingebracht und wer jetzt einen I-Pace bestellt und denkt, dass der Wagen nächste Woche vor der Tür steht, wird enttäuscht. Sieben Monate Wartezeit sind realistisch. Eine Probefahrt auf dem Rück- oder Beifahrersitz kann man aber schon unternehmen. In München stehen ab August zehn I-Pace als Taxi bereit. Die Die neuen Jaguar Taxen können ab August regulär über die Münchner Funk-Zentrale 0-89450540 oder die App taxi.eu gebucht werden.

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Fotos: Jaguar
Video: motorredaktion

Die technischen Daten (laut Hersteller)
Motoren: 2 Synchron-E-Motoren
Systemleistung: 294 kW / 400 PS
Drehmoment: 348 Nm (696 Nm System)
Antrieb: Allrad
Getriebe: feststehende Übersetzung
Akku: 90 kWh

Maße:
Länge: 4.682 mm
Breite inkl. Spiegel: 2.011 mm
Höhe: 1.565 mm
Radstand: 2.990 mm
Leergewicht: 2.208 kg
Laderaum max: 1.453 l

Fahrleistungen:
0-100 km/h: 4,8 s
Top Speed: 208 km/h abgeregelt
maximale Reichweite (WLTP): 480 km

Verbrauch auf 100 km (nach WLTP) kombiniert: 21,2 kWh
Ladedauer: AC 7,2 kW voll: 13 h
Ladedauer: DC bis 80 % (CCS): 40 min

Preis in Deutschland: ab 77.850,00 Euro

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