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60 Jahre E-Type – Jubiläums-Pärchen aus Coventry

Sechs mal Zwei. Nur als Pärchen zu haben. Coupé und Roadster. Beide bildschön, beide einer Ikone huldigend, beide als Hommage entstanden und beide mit dem Nimbus des großen E verbunden.

1961 wurde der erste E-Type auf dem Genfer Salon vorgestellt. Es krachte, einem kleinen Erdbeben gleich, rollte dieser britische Traum in die Köpfe vieler, vieler Menschen. Er war bildschön, er war schnell und er war bezahlbar. Im Vergleich zu Ferrari, Porsche oder anderen Sportwagen, war der Jaguar ein Angebot, das man nicht ablehnen konnte.

60 Jahre später macht Jaguar wieder ein Angebot. Und was für eins. Sechs mal E-Type, drei Coupés, drei Roadster. Alle dem Genfer Model sehr, sehr genau nach nachempfunden. Der gleiche Lack, die Motoren aus echten Serie I Modellen entnommen und perfekt restauriert. Also Reihensechszylinder, 265 PS, 3,8 Liter. Nur Kühlung, Getriebe und Abgasanlage sind modernen Erfordernissen genügend. Fünfgang, komplett synchron. Die Moss-Box ist und bleibt Geschichte. Wobei das echte E-Typ-Fans nicht begeistern wird. Schließlich gehörte doppelt kuppeln und Zwischengas zum guten Ton in jenen Jahren. Die Karosserien sind natürlich von allerbester Qualität. Im Innenraum hat Jaguar reichlich Spuren hinterlassen.

Das Gelbe vom Ei dürfte eine Gravur sein. King Nerd, alias Johnny Dowel, Künstler und Designer, zeichnete ein Bild der Strecke, die Bob Berry , damals Pressechef von Jaguar im Show-E-Type zurücklegte. Der Brite scheuchte den Wagen von Coventry nach Genf. Er war pünktlich und eventuelle Tickets zahlte Sir William Lyons sicher gerne. Ein Detail, neben den reichlich vorhandenen, die man in den sechs Pretiosen findet, ist sicher der Knauf für die Hupe. Er sitzt mitteln im Lenkrad und er ist mit 24-karätigem Gold bezogen. Damit wird jedes Tönchen, dass da aus den Lautsprechern fliegt, zum goldenen Ton.

Und jetzt die spannende Frage: Was kostet der Spaß und gibt’s denn noch ein Pärchen zu kaufen? Beim Preis können wir nur schätzen: so um 800.000 Euro für ein Duette und weil es ja nur drei Pärchen geben wird, gehen wir mal schwer davon aus, dass da schon drei Leute unterschrieben haben. Aber als Gebrauchtwagen sind die sechs ja auch nicht so schlecht.

Fotos: Jaguar