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Defender 2019 – Globale Generalprobe
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Defender 2019 – Globale Generalprobe 

Das Publikum wartet, die Bühne ist bereit und der Hauptdarsteller probt so fleissig, als gälte es den Weltrekord im Proben auf ein neues Level zu heben. Exclusive-Life zeigt den neuen, noch getarnten, Allrad-Künstler in seinem natürlichen Terrain.

1948 wurde er geboren, der Defender. Damals noch als Land Rover getauft, später dann in Defender umbenannt. Millionen-fach verkauft, als Transporteur für Soldaten, Daktaris, Wildhüter, Touristen und später dann als Vehikel für Stadtindianer, denen ein x-beliebiges Auto zu langweilig, zu zivil, zu spiessig war. Die Städte sind heute noch ein beliebtes Revier für den Defender. Die Preise für gute Gebrauchte sind so stabil wie ein Flusskiesel, wer einen hat, gibt ihn nicht wieder her. Kult nennt man so was und die Leute bei Land Rover wollen genau diesen Status für den neuen Defender erreichen.

Defender 2019 – Luft holen für die zweite Karriere

Ob das klappt, ist fraglich. Kult kann man nicht erzwingen, nicht kaufen und auch nicht herbei-schreiben. Aber man kann an einen Kult anknüpfen und hoffen, dass der Funke überspringt. Auch das ist kaum planbar oder per Marketing erreichbar.

Mit dem Testprogramm 2019 zeigen die Briten, dass sie es sehr ernst nehmen. Der Name Defender ist nicht nur mit einem ganz speziellen Auto verbunden, er weckt Erwartungen, er hat einen speziellen Klang und er muss mit einem noch aktiven Produkt konkurrieren. Wem der Neue nicht gefällt, kauft einen Gebrauchten. Der Markt ist da und die echten Landi-Fans werden mehr als genau auf den Nachfolger schauen. Wir erinnern uns an Jaguar und seine neue Designsprache, Mini, Bentley, Rolls-Royce, Fiat 500, Käfer/New Beatle und so weiter.

Manchmal geht der Schuss nach hinten los, die Bindung zwischen Vorgänger und Nachfolger wirkt unglaubwürdig, ist zu dick aufgetragen, der Kunde winkt ab, will das Original. Aber hier und da funktioniert die Idee. Der Mini ist so ein Beispiel oder der Fiat 500. Anders der New Beatle, dessen Karriere künstlich verlängert so deutlich als Rohrkrepierer endete, ahnen konnte man das schon am ersten Spatenstich der Kampagne.

Mit den Defender geht es also weiter. Im Gelände, im Großstadtdschungel, vor alten Landhäusern, bestens renovierten Landhäusern und überall dort, wo man rustikal, modern, hochtechnisiert und traditionell in einem Satz schreibt. Wir meinen das durchaus positiv und freuen uns auf den Wagen.

Über die hier gezeigten Fotos, mit Ausnahme des Defender Bauhjahr 2013, sagen wir kaum etwas. Wir wissen einfach nicht, wieviel Defender 2019 in diesen Autos steckt. Die Technik kommt sicher aus dem Discovery Sport, die Hülle kann komplett falsch sein. Abwarten heisst die Devise.

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Range Rover eVoque 2020

Fotos: Land Rover und Ralf Bernert (Defender 2013)

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