Exclusive-Life

driven by exception

Bridgestone Potenza Sport

Potenz trifft Eleganz

Auf die Felgen eines Edel-Briten gezogen und dann durch halb Norddeutschland laufen lassen. Mal wie ein Hündchen brav an der Leine, mal losgelassen und wie ein Vollblut über die Bahn rennen lassen. Der Potenza Sport hat zugepackt und uns teilhaben lassen an seiner inneren Ruhe. 

Der DB11 als Trägermasse der besonderen, britischen Art

Mit V8 plus Turbolader, mit Hinterradantrieb und diesem Hintern, dem Du so lange wie möglich nachschauen willst. Und wenn dann auf den Türen das Wort „Potenza“ auftaucht, dann liegen Fragen in der Luft, die man mit einem Lächeln beantwortet. „Ist ein Reifen mit reichlich Potenz“ oder „der Reifen bringt die Potenz des Wagens so richtig zur Geltung“. Gesprochen und geglaubt. Sie lächeln. Alle. 


Und wir? Im Stadtverkehr die Scheiben runter, weil man wissen und hören will, wie sie abrollen, wie die Potenza ihre Stimme erheben, auf Brücken die Musik der Fugen im Hochsommer in den Innenraum laufen lassen und natürlich auch, wie sie auf Kopfsteinpflaster, welligem oder löchrigem Asphalt die Ohren und Wirbelsäulen der Insassen malträtieren oder weitestgehend verschonen. 


Ganz klar. Wir waren positiv beeindruckt, wie sauber und konsequent die Defizite deutscher Straßenbelege weitestgehend von uns fern gehalten wurden. Bridgestone hat offenbar die Zeichen der Zeit erkannt und dem Potenza Sport nicht nur knackige Sporthosen angezogen sondern auch noch den Gummi so gekonnt gemischt, dass am Ende das Wort Komfort im Namen des Modells irgendwie fehlt. 


Auch wenn der DB11 von Aston Martin kein reinrassiger, spitz auf Sport justierter Zweisitzer mit dem Charme eines Profilboxers im Titelkampf ist, der V8 mit seinen 535 PS kann sehr nachhaltig nach vorn rennen und er bleibt dabei der Gentleman aus Gaydon. Auch dank der sehr guten Manieren des Potenza Sport. 


Soweit das Thema Komfortzone und jetzt auf die Landstraße, den Weg der Kurven und Geraden und deshalb auch den Lieblingsparcours des Briten. Wir rollen zunächst dahin, wieder der Akustik des Potenza lauschend, der sich den Untergrund in aller Ruhe zur Brust nimmt und uns recht wenig mitzuteilen hat, was erstens am sehr guten Zustand der Straße liegt und zweitens der Tatsche geschuldet ist, dass unsere vier Reifen im Kombinat so sauber abrollen wie wir es von professionell gebackenen Reifen erwarten muss. Leise, rund und auch irgendwie diesen spürbaren Tick unterfordert. Der Gasfuß mischt sich ein. Reifen und Bremsen sind aufgewärmt, der Brite soll jetzt los.


Eine lange Gerade, der Blick in den Rückspiegel zeigt keinerlei Mitspieler. Den DB11 in die Mitte der Fahrbahn abstellen und den Sprint bis 100 km/h durchziehen. Der Asphalt ist trocken wie ein Brötchen, das man in Paniermehl verwandeln kann und die Reifen geben alles, was sie an Traktion bieten können. Dreimal lassen wir den Zweitürer auf diese Weise von der Leine, dreimal das gleiche Ergebnis. Das Thema Entschleunigung dann mit ähnlicher Wirkung. Die Pneus verbrüdern sich mit dem Untergrund. Der Wagen steht wie eine Eins nach rund 31 Metern. 


Dann den Tango de la curva. Anfangs noch piano, damit Fahrer und Auto ein Pärchen werden. Dann immer schneller, immer heftiger. Der Zweck: die Standfestigkeit von Bremsen und Reifen ausloten. Noch besser, ein gutes Stück bergab, inklusive Kurven. Die Neigung zum Übersteuern wird nicht nur von der Elektronik sauber eingegrenzt, auch die Potanzas an der Hinterachse verhindern, dass uns das Heck allzu hektisch in den Seitenspiegel läuft. Umgekehrt der Versuch des Untersteuerns, auch hier helfen die Reifen plus das Gewicht des V8 inklusive Nebenaggragte. Die Bridgestones sind auch trockenem Untergrund nicht nur leise, komfortabel sondern auch bei hohem Tempo absolut zuverlässig. 


Der letzte Abschnitt unserer Testfahrt. Die Autobahn. Ohne Limit und mit der Antwort auf die Frage, was Bridgstone´s Potenza Sport bei Tempi jenseits der 250 km/h zu bieten hat. Wir fangen langsam an. Der V8 nebst Turbo treibt 675 Newtonmeter auf die Hinterräder, der Brite stürmt die dreispurige A7 südlich von Hamburg. Und der digitale Tach zeigt sich von seiner sehr lebendigen Seite. Das fast 1.700 Kilo schwere Coupé rennt in vier Sekunden bis Tempo 100 und anschließend hoch motiviert zur 200. Die Reifen machen sich im Geradeauslauf kaum bemerkbar, der Wagen vermittelt absolute Sicherheit. Ab 250 rechnet man mit Vibrationen. Nichts. 280, 290, die 300 sind zu sehen. Und immer noch, der Wagen läuft ruhig, abgesehen von den Tönchen aus der Abgasanlage, sehr ruhig nach vorn. Kurve Entschleunigung dank einer Limousine, die unsere Bremsen testen will. Von 300 runter bis 160 ohne Probleme. 


Zum Abschied noch ein paar schnelle Kurven. 240 und einen Tick darüber. Immer noch keine Regung abgesehen von Feedback des Volants, das uns über den Zustand der Bahn informiert. 


Ein Fazit: Beim Thema Performance schneidet der Potenza Sport überdurchschnittlich gut ab. Er rollt sehr sauber ab, das Feedback ist deutlich aber nicht aufdringlich. Auch nach mehrmaligem, heftigen Bremsen baut die Leistung der Reifen nicht ab. Auf nasser Fahrbahn spielen vor allem die 3D-Lamellen und die Profilrillen eine wichtige Rolle. Das Wasser wird schneller und besser abgeleitet und die Lamellen sorgen für eine überdurchschnittliche Steifigkeit des Reifens. Das Thema Bremsen hat der Potenza bestens im Griff, dank der extrem sauber und sportlich konturierten Lauffläche haftet der Sportspezialist von Bridgestone bestens auf Asphalt und genau deshalb sind die Bremsleistungen auch überdurchschnittlich gut. Die Kolleginnen und Kollegen der renomiertesten Testzeitschriften bescheinigen dem Potenza Sport Bestnoten am laufenden Band. Und wir nicken mit dem Kopf und drehen die Daumenspitze nach oben. 

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