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Bentley Reindeer Eight

Es weihnachtet in England und bei Bentley in Crewe hat man wohl aus einer Kantinen-Idee eine Realität werden lassen. Ein Einzelstück auf Rädern, geschmückt und verziert. Der Flying Spur als Reindeer Eight glänzt Innen wie Aussen mit ein wenig mehr Extravaganz.

 

Ein Einzelstück zum Sonderpreis. Wir schätzen mal 270.000 Pfund. Die Basis: der Flying Spur mit langem Radstand. Seit der Mulsanne seinen Ruhestand geniesst, muss also die Limousine der Continental Baureihe ran.


Wir laufen einmal um den Weihnachts-Schlitten, dessen Name zwei Fragen provoziert. Erstens: Wieso Rentier? Der Wagen sollte eher Schlitten heissen, also The Sied. Und zweitens: Wieso Eight. Des Weihnachtsmanns Sied wird von neun Rentieren angetrieben. Ihre Namen kennen ausgefuchste Weihnachts-Freunde auswendig: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner, Blitzen und natürlich Rudolph. Der britische Sonderling sollte also einen dieser neun Namen tragen oder aber wir finden heraus ob der Schlitten des Weihnachtsmannes einen Namen trug oder trägt. Wir können nicht ausschließen, dass die Sage um den in Rot gekleideten, berühmtesten Bartträger der Welt nicht doch ein Fünkchen Wahrheit in sich trägt.


Zum Schlitten haben wir wenig Technisches und fünf Fotos. Die Optik steht natürlich im Vordergrund. Und ganz weit vorn erblicken wir dann doch ein Rentier, welches den Wagen zieht. Donner, das Lieblingsrentier des Weihnachtsmannes, vermutlich. Rudolph kommt wohl nicht in Frage, die rote Nase des bekanntesten Weihnachts-Hirsches könnte Anlass zur Sorge bei Ordnungshütern sein. Rote Nasen sind im Strassenverkehr nur bei Fußgängern bedenkenlos unterwegs.


Was also haben sie getan in Crewe. Sie haben lackiert, verziert, die Coachline tanzt feierlich bis zum hinteren Radlauf und dreht ein paar Kreise. Natürlich gülden glänzend, in Kombination mit den Felgen, die man sicher sonst nur in seltenen Fällen an einem Bentley sieht, genau so wie das Flying-B am vorderen Radlauf oder die Zierlinie ganz weit unten, quasi als Abschluss der Karosserie. Weiter oben glänzt weiter Chrom, allzu goldig sollte der X-Mas-Bentley dann doch nicht auftreten. Vielleicht, weil das gute Stück nicht nur zur Weihnachtszeit unterwegs sein soll.


Im Innenraum sehen wir goldene Zienähte plus die üblichen Vergünstigungen, wie reichlich Raum für Geschenke, auf der Beifahrerseite und an den Innenseiten der Türen ist die Heimat des Weihnachtsmannes skizziert und wer den Startknopf drückt freut sich über eine Melodie: „jingling, ring ting tingling“. Oder auch nicht.


Viel mehr läßt sich über diesen 550 PS Schlitten nicht aufschreiben. Eins noch: der Besitzer plant eine längere Reise mit dem Briten.


Fotos: Bentley