Auto Salon Genf 2016: Perlen und Gedöns

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Foto: D. Keller

Der Salon 2016 läuft noch bis zum 13. März, genug Zeit also für einen Kurzbesuch. Und damit Sie nicht auf der Suche nach den interessanten Neuheiten von Stand zu Stand hetzen müssen, hier ein kleiner Wegweiser.

Wirklich groß ist der Salon nun wirklich nicht. Wer seine Schuhe auf einen Marathon schicken will, ist in Frankfurt besser aufgehoben. Der Genfer Salon ist da weniger Großraum-Disco, eher feiner, kleiner Club. Mit schönem Teppich und vielen, vielen Exoten.


Ein Blick auf den Messeplan zeigt im Grunde drei Hallen und die liegen wirklich dicht zusammen. Man kann einen Schnelldurchlauf in gut zwei Stunden absolvieren und genau das machen wir auch an dieser Stelle. Wir zeigen in alphabetischer Reihenfolge unsere Favoriten, wir haben dabei keine Rücksicht auf den Status der Modelle genommen, ob Konzept oder Serie ist uns egal. In den nächsten Tagen schauen wir uns dann die wirklich wichtigen Autos etwas genauer an.

Auto Salon Genf 2016: Alfa Romeo Disco Volante Halle 4 Stand 5110

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Der offene Italiener ist eigentlich nur im Grunde ein Alfa. Die Karosserie stammt vom namhaften Mailänder Unternehmen Touring Superleggera, unter der Hülle steckt ein Alfa 8C Spider. Sieben mal wird die Hommage an die legendären und wenig erfolgreichen Rennwagen der 50er gebaut. Über Geld wollte man in Genf nicht reden.

Aston Martin DB11 Halle 5 Stand 5253

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Nach dem Bond-Car nun die Serie. Der DB9-Nachfolger ist eine weitere Perle auf der Schnur. Sehr elegant, das Heck ein wenig moderner und im Innenraum findet man Fingerabdrücke aus Stuttgart. Der neue Aston wird viele Freunde finden, soviel ist klar.

Koenigsegg Regera Halle 2 Stand 1259

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Wer mal in einem Koenigsegg sitzen will, muß einen kaufen, einen kennen, der einen gekauft hat oder nach Genf fahren. Dort sind die Südschweden mittlerweile Stammgäste und das macht Freude. Der neueste Wurf aus Ängelholm ist ein weiterer Beleg dafür, dass man mit solider Technik einen Hyper-Sportler auf die Räder stellen kann. Irgendwas über 1.000 PS, irgendwas über 400 km/h und irgendwas um 2 Millionen Euro pro Stück. Derzeit sind die Dinger von Koenigsegg einfach extrem angesagt und das ist erfreulich. Auch, weil die Zweisitzer mittlerweile mit Hybridtechnik unterwegs sind und deshalb technisch nach vorn schauen.

Lamborghini Centenaro Halle 1 Stand 1044

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Das letzte Manager-Model verläßt Italien. Nach Luca verläßt nun auch Stephan die große Bühne der Italienischen Hauto-Couture. Adé Bügelfalten, Einstecktücher und Catwalk. Wie bei Luca durfte eine Abschiedsgala nicht fehlen. Der Centenaro, ein Sondermodell in winziger Auflage, wird wohl auf ewig mit dem Namen Stephan verbunden bleiben.

McLaren 570GT Halle 6 Stand 6040

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Das GT ist wichtig. In Woking hat man über das Thema Alltagstauglichkeit nachgedacht und dem 570-PS-Sportler eine neue Heckklappe spendiert unter der eine Ablage zu finden ist. Dort kann man 220 Liter Gepäck verstauen und deshalb ist der 570GT nun Urlaubs- und Alltags-tauglich.

Pagani Huayra BC Halle 1 Stand 1151

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800 lockere PS und 132 Kilo weniger auf den Rippen. Der Argentinier Horacio Pagani, ein Detail-Fetischist ohne Beispiel, hat den Huayra modifiziert, mit einer neuen Sorte Carbon bestückt und, weil man grad dabei war, auch noch stärker gemacht. Das Ergebnis ist halt ein typischer Pagani, ein Kunstwerk mit noch mehr Zunder.

Spyker C8 Preliator Halle 2 Stand 2143

Spyker

Die Geschichte des Unternehmen Spyker ist sicher interessanter als die heutigen Produkte. Kutschen wurden gebaut, sogar eine für Königinnen. Dann gab´s Autos, sogar mit Allradantrieb und das war 1904 schon sehr aufregend. 1926 war die Geschichte dann vorbei. Fast 75 Jahre später taucht der Name wieder auf. Zwei Herren kaufen den Namen Spyker und präsentieren sehr stolz einen Supersportler für reichlich Geld. Man kooperierte mit Audi, Karmann und stieg dann auch noch in die Formel-1 ein. Das alles funktionierte nicht, wieder ist die Geschichte vorbei. 2014 gab’s wieder eine Insolvenz. Und nun steht in Genf der C8 Preliator. Wieder mit Audi unter dem Kleid. Eigentlich wollte man E-Autos bauen, aber erstmal gibt’s einen V8-Verbrenner mit 525 PS für knapp 330.000,00 Euro.

Und was kommt bald ausführlicher?
Rolls-Royce mit der Black Badge Serie
Bentley mit dem neuen Mulsanne
Porsche mit dem 911 R Sondermodell
Aston Martin DB11
und noch ein paar Spezialisten

Fotos: Hersteller
Titelfoto: D.Keller