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Pirelli Winter-Freude: Grip auf dem weißen Green

Pirelli Winter-Freude: Grip auf dem weißen Green

Pirelli Winter-Freude: Grip auf dem weißen Green
Pirelli Winter-Freude: Grip auf dem weißen Green – @Roberto Bragotto – Photographer

In St. Moritz messen sich die besten Ski-Sportler bei der WM. Pirelli ist auch dabei und zeigt, wie man Edel-SUVs und knackige Sportwagen mit dem richtigen Schuhen ausrüstet. Speziell für die ganz exklusiven Fahrzeuge gibt es auch entsprechende Reifen. Wir haben sie ausprobiert. Auf einem Golfplatz.

Der Greenkeeper möge uns verzeihen. Nach Löchern haben wir nicht gesucht, die feste Schneedecke war uns zu kalt. Erst mit den letzten Runden haben sich einige Fallen gezeigt, ein paar Zentimeter tief und selbst für wuchtige SUV nicht ungefährlich oder sagen wir besser recht unangenehm. Viel lieber folgten wir den Fähnchen und den Spuren der Kollegen.

Sechs mal Karacho. Drei SUV mit Wums plus zwei Sportler und eine Limousine. Bentayga, Levante, Macan und dann noch 911, Ghibli und Continental GT V8. Alle mit Pirellis auf den Felgen. Drei mal Sottozero und dreimal Scorpion. Alle mit ordentlich Druck bewegt. Also mit Druck meinen wir, auf Schnee. Schon mal Vollgas und dann in die Eisen. Das Heck schön quer und per Gasfuß durch die Rundungen des Parcours. Bis der Schnee die Fotografen am Streckenrand komplett verdeckt. Wir haben uns amüsiert.

Pirelli Winter-Freude: Grip auf dem weißen Green

Wir haben aber auch auf die Reifen geachtet. Pirelli hat zwei neue Produkte vorgestellt. Den „Scorpion Winter“, einen speziell für SUV entwickelter Pneu, dessen Profil und die Material-Mischung und die Struktur des gesamten Reifens vor allem das Thema Masse und Leistung auf weniger griffigem Grund in den Mittelpunkt rückt. Ein Bentley Bentayga zum Beispiel bringt satte 2,5 Tonnen auf die Waage. Inklusive Fahrer. Und dann sind da noch 608 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment. Ohne Traktion gleicht diese Mischung einer recht abenteuerlichen Rutschpartie und das trotz zahlreicher elektronischer Assistenten unter der Haube.

Pirelli Winter-Freude: Grip auf dem weißen Green
Pirelli Winter-Freude: Grip auf dem weißen Green – @Roberto Bragotto – Photographer

An Bord des britischen Flaggschiffes schaut man hinab auf das schnöde Pulver. Der Schalthebel wandert nach hinten, der Bremsfuß entspannt sich und sein Nachbar senkt sich neugierig. Es geht voran. Die Fuhre rollt auf die erste Kurve zu, es wird schnell und schneller, die Biegung ist in Sichtweite. Der Scorpion auf den Felgen schreibt sein Profil in den Untergrund, der Bremsfuß schreitet zum Dienst. Und der Bentley steht nicht nur, er schlägt brav die Hacken zusammen. Sauber. Wie Gas, diesmal ein wenig energischer. Immerhin 12 Zylinder arbeiten unter der Haube.

Wir wollen Ergebnisse sehen, verlassen die Kurve in zivilisierter Fahrt. Langweilig, denken wir. Das geht besser. Im Galopp in die nächste Kurve und kurz vorher den Fuß vom Gas. Lastwechsel. Der Hintern des Briten schaut vorbei, wir geben wohl dosiert Gas und der Viertürer aus Crewe tanzt. Noch nicht perfekt, aber immerhin. Und die Reifen? Sie arbeiten, geben Halt, sind hartnäckig mit dem Schnee verbunden und rollen sauber ab. Eine Runde im Bentley Bentayga, noch eine Runde und noch eine. Die Reifen haben überzeugt. Obwohl ohne Vergleichsprodukt, der Grip, die Lenkbarkeit und vor allem die kurzen Bremswege waren sauber und dosierbar.

Pirelli Winter-Freude: Grip auf dem weißen Green

Umsteigen. Ein Elfer. Mit dem Pirelli Winter Sottozero 3. Dem Spezi für Sport- und Supersportler. Also die Jungs mit richtig viel Pfeffer. Nun ist der 911 schon von Haus aus eine Schneekanone. Wir wissen das aus Erfahrungen in Finnland. Hier in St. Moritz steigen wir also mit einem höheren Maß an Lässigkeit in den Zweisitzer. Motor an, Sport+, Hebel nach hinten und ab. Rein in die erste Kurve, Gas weg und einmal um die eigene Achse. Von wegen lässig.

Wieder aufstehen, rauf auf´s Pferd und los. Eine Runde in aller Ruhe. Die Pirellis laufe sauber ab, bremsen kein Problem, Sicherheit auf Schnee kann unglaublich beruhigend sein. Schneller in die Kurven, Gas weg, das Heck kommt, der Schnee fliegt und der Porsche wird zum Finnen. Driften auf Schnee ist wunderbar. Wenn der Wagen gut balanciert ist und der Gummi auf den Felgen ein gutes, also klares Feedback liefert. Die Pirellis können das. Andere vermutlich auch, aber heute sind die Pirellis an der Reihe.

Ausstiegen, oder besser rausgeschmissen. Die Sonne haut ab, Ende der Fahnenstange. Wer das noch nie gemacht hat mit seinem 911, Bentayga, Maserati hat was verpasst. Man lernt seinen Wagen kennen und man weiß anschließend, dass man sich verlassen kann. Auf seine Lenkkünste, die Bremsen, den Gasfuß und die Reifen. Der italienische Hersteller Pirelli freut sich im Segment der Premium- und Prestige-Fahrzeuge über 650 Homologationen, er ist also Erstausrüster. Was erstens für die Qualität der italienischen Marke spricht und zweitens als Hinweis auf die gute Zusammenarbeit zwischen Autoherstellern und Pirelli ist.

Fahrbericht: Pirelli P Zero

Fotos: Pirelli

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