Motorsport: Endlich Rennfahrer

Motorsport: Endlich Rennfahrer. Ein Overall plus Helm und nebenan steht ein Rennwagen. Etwas fehlt noch. Richtig: Die Lizenz zum Rennfahren. Wir zeigen, wie man eine Rennlizenz erwirbt.

Motorsport: Endlich Rennfahrer – Foto: Ralf Bernert



Alle Sportarten, deren Ziel darin besteht, geschickt und so schnell wie möglich mit einem motorbetriebenen Fahrzeug ins Ziel zu gelangen, gehören zum Motorsport. Zu den bedeutenden Fahrzeugarten im Rennsport zählen Karts, Tourenwagen, Rennautos, und Motorräder. Damit fahren die Wettkampfteilnehmer beispielsweise Motorrad-Turniere, Rallye-Cross, Autocross, Bergrennen oder Slalom.

Beim Motorsport selbst an den Start zu gehen, ist der Traum vieler vom Motorsport begeisterte Männer und Frauen. Um die Erlaubnis zu erhalten, an einem Rennen teilzunehmen, bedarf es mehr als einen Führerschein für das Fahrzeug. Für die unterschiedlichen Motorsportarten existieren verschiedene Lizenzen, die einer jährlichen Erneuerung bedürfen.

Bevor Menschen mit „Benzin in den Adern“ sich als Rennfahrer versuchen, absolvieren sie die technische Abnahme. Für die Automobile und Zweiräder gelten die Regeln der Fédération International Automobil, kurz FIA, und des Deutschen Motorsport Bundes, DMSB. Rennfahrer benötigen neben der Rennlizenz und dem Fahrzeug eine feuerfeste Ausrüstung.

Wie erhalten Motorsportler eine Rennlizenz?

Bei lizenzierten Veranstaltungen erlaubt es die Rennlizenz, an den Start zu gehen und einen Geschicklichkeitsvergleich mit anderen Fahrern zu wagen. Für den Antrag der Lizenz benötigen die Rennfahrer ein Attest ihres Hausarztes. Dieses bestätigt ihre Renntauglichkeit. Die A-Lizenz fungiert bei der Vielzahl der Motorsportarten als Einsteigerlizenz. Diese erwerben Fahrer, die schnell an kniffligen Rennen teilnehmen möchten, durch einen Lehrgang. Er eignet sich gleichermaßen für den Auto- und Motorradsport.

Motorsport: Endlich Rennfahrer – Foto: Ralf Bernert

Die Rennlizenz gilt gleichzeitig als Basis-Sportunfall-Versicherungsschutz. Dieser deckt nicht alle gesundheitlichen Schäden ab. Daher lohnt es sich für Rennsportler, eine zusätzliche Versicherung abzuschließen. Beim Erwerb der Rennlizenz füllen die Fahrer das Formblatt der sportmedizinischen Untersuchung aus. Zusammen mit diesem schicken sie ihren Antrag sowie ein aktuelles Lichtbild an die DMSB-Geschäftsstelle.

Mitglieder des ADAC senden ihren Mitgliedsausweis an den regionalen Motorsportklub. Oftmals ergibt sich dadurch eine Reduzierung der Mitgliedsgebühren. Sobald die Antragsteller die Gebühr für die Lizenz entrichten, erhalten sie diese nach Fertigstellung bequem nach Hause geschickt.

Die Rennlizenz: Gibt es unterschiedliche Arten?

Eine pauschal gültige Rennlizenz existiert nicht. Abhängig vom Alter der Antragsteller und ihrer Rennerfahrung unterscheiden sich die Lizenzen. Die Einsteigerlizenz, der kein Kurs vorausgeht, besteht in der C-Lizenz. Sie gilt für Erwachsene und Kinder ab dem sechsten Lebensjahr. Sie ermächtigt die Besitzer, an Rennen der C-Lizenzklassen teilzunehmen. Motorradsportler ab dem 16. Lebensjahr qualifizieren sich für die Inter-H-Lizenz. Mit ihr fahren sie bei nationalen und internationalen Gleichmäßigkeitsläufen mit. Bis zum 70. Lebensjahr besteht die Möglichkeit, diese Rennlizenz zu beantragen.

Motorsport: Endlich Rennfahrer – Foto: Ralf Bernert

Um an Rennen im In- und Ausland an den Start zu gehen, benötigen Motorradsportler die Inter-Lizenz. Deren Beantragung erfolgt frühestens mit dem 13. Lebensjahr. Für die Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften benötigen Rennfahrer die FIM- oder die FIM-Europe-Lizenz. Für den Motorradsport gelten zudem folgende Lizenzen:
von zwölf bis 70 Jahren: europaweite B-Lizenz,
bis 17 Jahre: J-Lizenz (europaweite Jugend-Lizenz),
V-Lizenz (besondere Veranstaltungs-Lizenz).

Die Rennlizenz erwerben: Das gilt es, zu beachten

Beantragen Motorsportler eine Rennlizenz, behält diese ihre Gültigkeit bis zum 31. Dezember des Kalenderjahres. Demnach erfolgt jährlich eine neue Beantragung. Bei der C-Lizenz brauchen die Antragsteller keine Vorkenntnisse. Sie kostet 60 Euro, wobei sich der Preis für Mitglieder eines Motorsportklubs halbiert. Durch die Teilnahme an drei C-Klasse-Wettbewerben erhalten die Rennfahrer die A-Lizenz ohne vorherigen Lehrgang. Netzsieger.de hat zu diesem Thema einen Ratgeber mit hilfreichen Tipps erstellt.

Hilfreiche Tipps für den Erwerb einer Rennlizenz

Können es Rennfahrer nicht erwarten, am Start den Motor röhren zu lassen, nehmen sie an einem A-Lizenz-Lehrgang teil. Dadurch sparen sie sich die Zeit, welche die drei C-Klasse-Rennen in Anspruch nehmen. Der Rennfahrer-Lehrgang kostet bis zu 1.000 Euro. Bekommen die Teilnehmer ihre Lizenz, reicht diese im Normalfall als Unfallschutz nicht aus. Der Deutsche Motorsport Bund empfiehlt, eine zusätzliche Motorsportversicherung abzuschließen.




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