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Concorso D´Eléganza 2017: In 80 Tagen um die Welt

Concorso D´Eléganza 2017: In 80 Tagen um die Welt

Concorso D´Eléganza 2017 - Foto: BMW
Concorso D´Eléganza 2017 – Foto: BMW

Das Motto des diesjährigen Concorso D´Eléganza am Comer See lautet „Around the World in 80 Days – Voyage through an Era of Records“ und das verspricht reichlich Glanz und Gloria rund um das Thema Mobilität. Ab dem 26. Mai können Besucher in die Welt außergewöhnlicher Automobile und Motorräder eintauchen. Wir zeigen schon mal das Programm und ein paar Fotos aus den letzten Jahren.

Eine Woche nach der Mille Miglia, am Pfingst-Wochenende, trifft man sich wieder am See. Nahe Mailand, dort, wo sehr vermögende Fußball-Profis über Steuersparmodelle nachdenken und ein paar Hollywood-Stars alte Villen aufmöbeln. Am Ufer des Lago di Como, ganz in der Nähe des Städtchens Cernobbio trifft sich seit vielen Jahren die High-Society des Auto-Kosmos zur Lagebesprechung. Man zeigt, was man hat und das ist immer sehr, sehr exklusiv.

Vorschau Concorso D´Eléganza 2017 - Foto: BMW
Vorschau Concorso D´Eléganza 2017 – Foto: BMW

In diesem Jahr folgen die Organisatoren dem Motto „Around the World in 80 Days – Voyage through an Era of Records“, das klingt nach Abenteuer, Jules Verne, Heissluftballons und Rennstrecke. Man darf also gespannt sein, was auf dem Rasen der Villa Erba und rund um den legendären Ahorn-Gigant des Hotels Villa D´Este, der wie ein Schutzschirm mit seinem Dach über die Parade der glänzenden Schönheiten wacht.

Wir haben noch keine Liste der teilnehmenden Fahrzeuge, deshalb schreiben wir an dieser Stelle erst einmal die Klassen der Automobile und der Motorräder auf.

Concorso D´Eléganza 2017: Die acht Automobil-Klassen

Klasse A – Speed Demons: Endurance Pioneers of the Golden Age. Diese Wertungsklasse erinnert an die Langstrecken-Vergleiche um den Gordon-Bennett-Cup, an den Klassiker Paris – Rouen oder die 24-Stunden von Le Mans. Hier treffen unter anderem zwei Rennwagen aufeinander, die bereits 1930 auf der legendären englischen Rennstrecke Brooklands in Weybridge/Surrey gegeneinander angetreten sind: der französische Ballot 3/8 LC von 1920 und der Bentley 4 ½ Litre von 1929.

Klasse B – Traveling in Style: Around the World in 40 Years. Luxuriöse und opulente Automobile der Vorkriegszeit wetteifern um die Gunst der Juroren. Ganz im Stil ihrer Zeit dürfen diese Kandidaten nicht nur, sie sollen sogar möglichst dekadent wirken.
Class C. Goodbye Jazz, Hello Radio: Full Speed into the 1930s. 1932 startete das Autoradio seinen Siegeszug. Rhythmischer Wohlklang animierte zu rasanterer Gangart. Diese Klasse zeigt, wie unterschiedlich die Hersteller darauf antworteten: Vom Schnellganggetriebe über die Stromlinienform bis zum Kompressormotor ist hier alles vertreten.

Klasse D – Faster, Quieter, Smoother: Heroes of the Jet Age. In dieser Klasse treffen sich sportliche Schönheiten aus den Jahren nach 1945. In Bezug auf ihre Exklusivität liegen jene Sportwagen weit vorn, die nicht nur einen kraftvollen Motor haben, sondern auch eine maßgeschneiderte Individual-Karosserie.

Klasse E – The Grand Tour Continues: The Next 40 Years. Nach 1945 fuhren schnell wieder die großen Luxuskarossen über unsere Straßen. Auch für die Luxusklasse entstanden zahlreiche Sonderanfertigungen und Einzelstücke.

Klasse F – Fast and Flamboyant: Playboys Toys. Hier starten die Boliden der High Society – nicht unbedingt praktisch, aber wunderschön. Rennwagen mit Straßenzulassung oder ein Le Mans-Renner mit dem einst ein smarter, junger Lebemann von Nachtclub zu Nachtclub fuhr.

Klasse G – Supergioiello: Little Toys for Big Boys. Dass die Exklusivität eines Sportwagens nicht nur nach Zylinder-, Hubraum- und Leistungszahlen bemessen wird, beweisen die Konkurrenten dieser Klasse: Hier reicht sogar ein luftgekühlter Zweizylinder, um zu begeistern. Der am häufigsten gebaute Sportwagen dieser Kategorie wurde 21 Mal gefertigt, vier Exemplare sind sogar Unikate.

Klasse H – Shaped by Speed: Racing through the Decades. Diese Wettbewerbsfahrzeuge vermitteln, wie facettenreich die Formgebung für Aerodynamik sorgen konnte. Unvergleichlich ästhetische Karosserieformen der 1950er- bis 1970er-Jahre, mit denen man einfach nur Rennen gewinnen wollte.

Vorschau Concorso D´Eléganza 2017 - Grafik: BMW
Vorschau Concorso D´Eléganza 2017 – Grafik: BMW

Concorso D´Eléganza 2017: Die Klassen der Motorräder

Klasse A – Dreams and Adventures – Motorcycles of the 1920s and 1930s for the Great Journey. Hier starten langstreckentaugliche Motorräder mit denen man sich bereits vor knapp 100 Jahren den Traum vom individuellen Reisen erfüllen konnte. Am Start ist auch die belgische „Gillet Tour du Monde“, die 1926 als erstes Motorrad die Welt umrundete.

Klasse B – The Alternatives – 1950s Scooters that did not come from the Market Leaders. Diese Klasse zeigt die Anfänge des Motorroller-Booms ab 1946. Der Flugzeugkonzern Piaggio bringt die „Vespa“ auf den Markt und viele Firmen folgen mit unterschiedlichstem Design.

Klasse C – The Originals – 1960s Street-Scramblers from Japan. Insbesondere japanische Designer entwerfen den „Scrambler“-Style mit hochgelegten Auspuffanlagen und Lenkern. Ein Trend, der den Scrambler bis heute als eigenständiges Motorrad-Segment etabliert hat.

Klasse D – Framed in Europe – 1970s Fours in new Clothes. Die Honda CB 750 löst einen Imagewandel aus. Maschinen mit vier Zylindern werden vom Tourer zur Rennmaschine. Europäische Spezialisten bieten neue Rahmen zum Umbau der japanischen Modelle oder gleich komplette Motorräder an.
Class E. Motorcycle Design – New Concept Bikes and Prototypes. Aufregende Concept Bikes aus den Designstudios, die bislang meist nur intern gezeigt wurden.

Special Exhibition – Youth Dreams – Sporting 50cc in Italy in the 1960s/1970s. Kleinkrafträder mit 50 ccm Hubraum, 1,5  PS und Höchsttempo auf 40  km/h begeistern die Teenies in den 1960-er und 1970-er Jahren. Dafür sorgt das vom Motorsport inspirierte Design.

Wer den edlen Event selbst besuchen will, sollte sich schnell um eine Unterkunft kümmern. Die meisten Hotels sind bereits ausgebucht.

Concorso D´Eléganza 2017 – Das Programm

Bereits am Freitag können die Besucher im Rahmen der Public Days auf dem Gelände der Villa Erba die Fahrzeuge bestaunen, die am Samstagabend von RM Sotheby’s versteigert werden.
  Am Samstag um 14 Uhr startet der Street Run der Wettbewerbs-Motorräder von der Villa Erba zur Villa d’Este. Am Nachmittag wartet mit dem Publikumspreis „Coppa d’Oro Villa d’Este“ die erste wichtige Auszeichnung in der Villa d’Este.
  Am Sonntag präsentieren sich die 51 automobilen Wettbewerbsfahrzeuge und 40 Motorräder vor der großen Tribüne im Garten der Villa Erba, wo die Sieger ausgezeichnet werden. Zum Abschluss vergibt die internationale Experten-Jury am Sonntagabend den letzten und wichtigsten Preis bei den Automobilen: den Titel „Best of Show“ in der Villa d’Este.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.concorsodeleganzavilladeste.com

Concorso D´Eléganza 2015

Fotos: BMW / Ralf Bernert (Bildgalerie)

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