BMW X6 2014

BMW X6 2014: Ich bin Wer

 

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Es gibt nur wenige BMW die hierzulande derart klar und deutlich besprochen wurden. Der X6, als Sports Activity Vehicle oder SAV bezeichnet, polarisiert und bewegt. Fast eine viertel Million Exemplare wurden weltweit verkauft, ein Erfolg. Nun kommt die zweite Generation auf den Markt. Deutlich effizienter, ein wenig ruhiger und mit einer ordentlichen Serienausstattung versehen.

Fünf mal X6. Drei Diesel, zwei Benziner. Die Leistungspalette reicht von 258 PS bis 450 PS, ein X6 M ist noch nicht in Sicht, dafür die Preise für die übrigen Modelle. Der xDrive 30d startet bei 65.650,00 Euro und der teuerste X6 ist kein Benziner sondern der ganz große Diesel xDrive M50d. Mindestens 87.300,00 Euro werden fällig, die 100.000,00-Euro-Marke ist dann natürlich recht leicht zu knacken, obwohl der neue X6 schon ab Werk recht üppig ausgestattet ist. Bi-Xenon-Scheinwerfer, das 8-Gang-Steptronic-Sportgetriebe, Lederausstattung und das Sicherheitspaket Driving Assistant von BMW ConnectedDrive gehören zur Serienausrüstung. Der SAV aus München soll außerdem weit weniger Treibstoff verbrauchen, BMW meldet eine Reduktion um 22 Prozent im Vergleich zum Vorgänger. Der Vorgänger xDrive 30d wurde mit einem kombinierten Verbrauch von 7,4 Liter auf 100 Kilometer ausgezeichnet, demnach sollte der neue 30d weniger als sechs Liter verbrauchen. Ein Wert, der in dieser Klasse für eine Position im oberen Zehntel reicht.

Der BMW X6 hat seine Linien geschärft

Die neue Generation wurde nicht nur technisch verändert, das Design wurde, wenn auch nur leicht, aber doch spürbar. Die Linien sind klarer, die Rückleuchten rücken enger in die Mitte des immer noch wuchtigen Hinterteils. Überhaupt das Hinterteil. Es natürlich noch immer die Hauptattraktion des X6, es ragt noch immer hervor wie ein Bergmassiv, wenn auch in der neuesten Version ein wenig gefälliger. Die Front, ebenfalls deutlich verändert, kann nun mit mehr Linie, mehr Kontur aufwarten. Der X6, dessen kleiner Bruder der X4 seit ein paar Wochen auch in Deutschland beeindruckt, ist gereift, immer noch ein „Ich-bin-Wer“-Auto und es wird wie in der Vergangenheit Menschen geben, die ihn mögen und solche die ihn grundsätzlich ablehnen. BMW wird sich wieder freuen ob der teils lauten Kommunikation und BMW wird den neuen X6 in guten Stückzahlen verkaufen. Es sei denn, ein Wettbewerber hat die gleiche Idee und setzt sie noch ein wenig lauter, noch ein wenig besser in Szene.

Gut für den BMW X6 – nur keine Nachrichten sind schlechte Nachrichten

Drei Varianten werden ab Dezember 2014 den Anfang machen. Bestellt werden kann in Deutschland ab September, einen Monat vorher läuft der neue X6 über den Catwalk auf der Moskauer Motorshow. Wie beim Vorgänger darf man die wichtigste Fangemeinde wieder in Asien, den Emiraten und Osteuropa vermuten. Europa, vor allem Deutschland, wird sich eher zurückhalten. Hier spricht man über Understatement und genau das kommuniziert der X6 eben nicht. Anders ausgedrückt, es gibt Menschen die mögen den X6 nicht und das schreien sie auch in die Welt hinaus. Das kann man ignorieren, aber die Aufmerksamkeit, die dem X6 zuteil wurde und wird, ist alles andere als schlecht fürs Geschäft.

Fotos: BMW AG

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