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Maritimes - Yachtbau

Abtauchen einmal anders

Ein oder zwei Landeplätze für den Heli gehören für den Eigner einer Yacht zum guten Ton. Nun setzt eine niederländische Firma einen neuen Trend: Das eigene U-Boot zum kurzen Tauchgang zwischendurch.

Exclusive-Life hat die kultigen Boote auf der Yachtshow in Monaco entdeckt.

 

Rot, gelb, blau oder grün. Machbar ist so ziemlich jede Farbe. Es soll ja zur Yacht passen. Der kleine Knubbel auf dem Heck fällt auf. Im Hafen wird der Nachbar fragen, was das denn bitteschön sein soll. "Mein U-Boot", lautet dann die Antwort.

 

Zwischen den weißen Riesen im Hafen von Monaco ist Wasser Mangelware, zumindest rein optisch. Boot an Boot, aufgereiht wie die Perlen an der Kette, fast schon ein wenig zu viel des Guten, wären da nicht kleine, feine Lichtblicke der maritimen Welt. Hier und da eine Riva Superaquarama als Erinnerung an Zeiten, als Länge und Preis allein noch nicht das Maß aller Dinge waren. Und dann, zwischen exklusiven Tenderbooten, diese kleinen Lichtblicke aus den Niederlanden.

 

 

Wir beobachten das Schauspiel an der Kaimauer. Die Besucher bleiben stehen, denken darüber nach, was das wohl sein kann. Der Terminus "U-Boot" taucht auf. Eine kleine Probefahrt? Besser nicht. Lieber warten, bis jemand mehr Neugier als Angst vor Tiefe hat.

 

 

Zwei Modelle bieten die Niederländer an: Einen 1+1-Sitzer und einen 1+2-Sitzer. Das kleine Boot (C-Quester-2) ist als Beiboot auf Yachten verwendbar, das Model C-Quester-3) eignet sich besonders für Hotels und Clubanlagen, die unmittelbar am Meer liegen.

Das Besondere an den beiden Booten ist einmal die Klassifizierung durch den Germanischen Lloyd und zweitens die Energieversorgung durch Lithium-Ionen-Batterien.

 

 

Bei unserem Gespräch mit dem Inhaber von U-Boat-Worx, Erik Hasselmann, wird schnell klar, dass es sich bei den beiden Modellen nicht um die Nachfolger der Nautilus handelt. "Die beiden Boote sind für maxiaml 6 Stunden Tauchfahrt ausgelegt und erreichen eine maximale Tiefe von 100 Metern. Das reicht für kurze Exkursionen aus."

 

 

Die Bedienung der beiden Untersee-Boote ist denkbar simpel. Der Hersteller bietet Schulungen an. Die Tauchfahrten sind ohne Dekompression möglich. Die Preise sind relativ moderat: Ab 395.000 Euro beginnt der Abstieg.

 

 

Wer unbedingt länger der Erdoberfläche fern sein will, sollte entweder eine Reise zur ISS buchen oder eine exklusivere Variante ordern:

Exklusive Privat-U-Boote

 

Die technischen Daten:

 

C-Quester-2:

Klassifizierung: Germanischer Lloyd

Passagiere: 1 Pilot + 1 Passagier

Maximale Tauchtiefe: 100 Meter

Maximale Tauchdauer: 6 Stunden

Maße (mm): 3760 x 2350 x 2100

Tauchgewicht: 2.850 kg

Ballast-Tank: 1.200 Liter

Ladekapazität: 21,6 KW

 

    

 

C-Quester-3:

Klassifizierung: Germanischer Lloyd

Passagiere: 1 Pilot + 2 Passagiere

Maximale Tauchtiefe: 100 Meter

Maximale Tauchdauer: 6 Stunden

Maße (mm): 4850 x 2400 x 2521

Tauchgewicht: 4.110 kg

Ballast-Tank: 2.250 Liter

Ladekapazität: 21,6 KW

 

 

Text: Martin Ring

Fotos: Worx U-Boote

www.uboatworx.com

 

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