Wie man sich bettet: Quagliotti
Für das beste Bett, die feinste Tafel, die wertvollsten Stunden oder einfach für den Mensch als Geniesser. Die italienische Manfukatur Quagliotti verbindet ausgewählte Garne zu exklusiven Tüchern und Stoffen.
Mailand/Hamburg, 19.04.2010
Der junge Mann ist verkleidet wie ein Harlekin, die junge Dame an seiner Seite trägt ebenfalls groß auf. Ein sehr kurzer Rock, lange spitze Absätze und auch weiter oben kann Mann herrlich weit sehen. Das Paar wird von einem Trio begleitet, dessen Job man als handfest bezeichnen kann. Die Jungs sind quadratisch, praktisch, gut. Süß sind sie sicher nicht. Sie beherrschen die nonverbale Kommunikation perfekt. „Komm´ nicht zu nahe, mach´ keine Fotos und stell´ keine Fragen.“ Angeblich ist der junge Mann ein guter Freund eines weltbekannten russischen Milliardärs, dessen Boot gerade in Hamburg um einige Zentimeter verlängert wurde. Der frei gewordene Raum soll gefüllt werden. Mit Mobiliar und gutem Tuch. Damit der Bootsbesitzer vorab sehen kann, was er kauft und wie es wirkt, werden Fotos per Handy versendet. Die Dame sitzt, liegt und räkelt was das Zeug hält. Was nutzt der teuerste Stuhl, wenn er leer ist. Dem Traditionshaus Quaglioni soll das alles egal sein, Hauptsache die Order stimmt und die übrigen Besucher halten Abstand zu der seltsamen Gruppierung.
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Der Stand auf der Möbelmesse in Mailand ist nicht sonderlich beeindruckend, er ähnelt einem kleinen Fachgeschäft für Bettwäsche. Regale mit Handtüchern, Holztische mit Decken und Bademänteln, die akkurat gefaltet in königlichem Blau vornehm ruhen. Unmittelbar daneben die extravaganten Stücke von Colombo Stile, ein Paradies für Exzentriker und sehr vermögende Menschen mit Mut und/oder Stil. Die Pressesprecherin von Colombo Stile führt uns zu Quagliotti und zeigt uns einzelne Stücke des italienischen Traditionshauses, das seit mehr als 70 Jahren erste Wahl bei der Ausstattung von Hotels und vornehmen Villen auf der ganzen Welt ist. Das Ritz in Paris, etliche Königshäuser und viele Residenzen statten ihre Bäder, Schlafräume und Salons seit Generationen mit den Decken, Tüchern und Bademänteln des Turiner Hauses aus. In den letzten Jahren haben vor allem vermögende Kunden aus den arabischen Emiraten und Russland die exzellente Qualität und den sehr guten Ruf der kleinen Manufaktur entdeckt.
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Die besten Garne werden zu wunderbar einfachen und stilvollen Stoffen verarbeitet, woraus dann die weltbekannten Muster in den schönsten Farben entstehen. Ob Tischdecke, Spa-Mode oder Bettwäsche, die Produkte aus Norditalien sind weltweit berühmt. Das seit 1931 in Chieri, Piemont, ansässige Familienunternehmen produziert ausschließlich in Italien, unterhält seit Anfang der achtziger Jahre eine fruchtbare Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Anichini, dessen Spezialität in der Ausstattung exklusiver Yachten und Villen ist.
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Die komplette Kollektion kann man auf der Website des Unternehmens anschauen, in Deutschland führen einige führende Textilgeschäfte die Produkte von Quagliotti. Dort werden vermutlich keine Russen und deren Models auftauchen, dafür kann man später nachfühlen, wie sich ein Milliardär in seinem verlängerten Boot fühlt.
www.quagliotti1933.it

























