Man kann einfach wegwerfen und neu kaufen - oder Sinn und Zweck stiften. Kreativ, einfallsreich und modern nennt man für gewöhnlich Dinge, die dem Abfall entgehen und den Menschen Freude bringen.
Astrid Jansen kann so etwas vollbringen. Accessoires mit einem zweiten Leben schaffen.
Zuerst das Material, dann die Idee und danach das Produkt. Die Entstehung einer Handtasche einmal anders. Per Hand, durch die Künstlerin persönlich mit Nummer und Nähten. Wir schauen Astrid Jansen über die Schulter, in ihrem Atelier oder der Werkstatt. In Deutschland, nicht in Indien oder Pakistan. Weil hochwertige Accessoires weder besonders teuer sein müssen, noch einem teuren Marketing unterliegen. Unikate, exklusive Einzelstücke und kleine Serien.
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Nicht einsteigen, diese Schuhe sind keine Schuhe, der Absatz und die Sohle können in die Irre führen. Die vier runden Löcher verraten den wahren Zweck. Eine Handtasche als Glücksgriff, als Eyecatcher oder Ausdruck. Keine extreme Ansammlung von Logos als Ausdruck des Preises, keine "It-Bag"-Allüren. Die Taschen mögen nicht unbedingt standfest aussehen, sind es aber. Wichtig ist die Idee und die Umsatzung. Astrid Jansen hat beides sehr gut im Griff.
Wichtig für die Trägerin:
Sie werden sich zu der Tasche äussern müssen. Material, Preis und Marke. Frauen und Damen wollen so etwas immer wissen.
Also, hier die Antwort:
Material: 1 Schuhleisten, 1 Treckerschlauch, Nähgarn und Handarbeit
Preis: ab 380,00 Euro
Marke: Astrid Jansen
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Noch eine Tasche und ein Schlüsselanhänger. Die Künstlerin liefert zur Tasche folgende Erläuterung: "Zur Tasche "Rose an Rose" - mal als Beispiel herausgegriffen - besteht aus aneinander montierten Rosen, gebildet aus Fahrradschläuchen. Der Gebrauchswert spielt hier keine Rolle, vielmehr verlasse ich hier ganz bewusst die Grenzen hin zum freien Gestalten."
Den kunstvollen Anhänger nennt Astrid Jansen "Schlüsselrose". Auch hier wird der Reifenschlauch zum Zulieferer. Man kommt dank der Künstlerin dem Zweirad näher als man denkt.
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Links oben sehen Sie eine Blütenbrosche. Broschen sind übrigens wieder angesagt. So wie das Einstecktuch des Herrn. Oder gute Manieren. Astrid Jansen's Brosche fällt nicht nur optisch aus dem Rahmen - Broschen sind oft schwer und teuer - die Blütenbrosche passt auch zu jedem Anlass und schmückt zu einem anständigen Preis.
Das Foto rechts oben zeigt zwei Vasenblumen.
Zur Künstlerin:
Die gebürtige Viersenerin ist diplomierte Mode-Designerin, Nachrichtengerätemechanikerin und eben frei schaffende Künstlerin mit eigenem Label "Playbag" und "Astrid Jansen". Sie hat bei Jil Sander ein Praktikum absolviert, bei Täschner Volker Lang in Hamburg gearbeitet und ihre Arbeiten bei der Expo in Hannover und im Rahmen zahlreicher Events und Messen ausgestellt.
Ihre Ideen findet Astrid Jansen, wenn das Material in ihren Händen liegt. "Das ist meine Herausforderung", wie sie selbst sagt.
Und was versteht sie unter "Up-Cycling"? "Upcycling ist der Begriff, den ich durch diese Art der Arbeiten präge. Eine Tasche aus Treckerschlauch kann mit einer edlen Verschlusslösung oder einer handgefertigten Metallschnalle ausgestattet und dadurch aufgewertet werden. Eben 'up' cycling."
So einfach und wirkungsvoll kann moderner Lifestyle eben auch sein. Ach ja, Astrid Jansen freut sich immer auf eine neue Herausforderung, also Sonderanfertigungen für Events und auch exklusive Einzelstücke. Ihr "Material-Mix" ist interessant und außergewöhnlich. In der Regel werden recyclefähige Materialien verwendet, nachhaltig und ressourcenschonend. Der rote Faden ist Inspiration und Motivation zugleich. Die Kundschaft weiß das zu schätzen.
Text: Corinna Keller
Fotos: Michael Jörns/Gabriele Klimek

























