Pawel, Stanislaw und Wiktor Borowski: Die Polarisierer
Gegen den Strom schwimmen die Borowskis mit ihren kunstvollen, farbenfrohen Glasobjekten, denn im Moment ist alles "trendy", was steril und farblos wirkt.
Hamburg im Januar 2008
Vater Stanislaw, gebürtiger Pole, seit etwa drei Jahrzehnten als Glaskünstler tätig und anerkannt, gründete im Jahr 1990 das Glasstudio Borowski GmbH in Hennef. Seine Unikatarbeiten fanden in namhaften Museen, angesehenen Kunstgalerien und Privatsammlungen ihr internationales Zuhause.
Im Jahr 1993 übergab er die Leitung des Studios an seine beiden Söhne Pawel und Wiktor. Ein außergewöhnliches Design von Wohn-Accessoires wie Vasen, Schalen oder Kerzenleuchtern ist das Ergebnis ihrer Kreativität. Mit ihrem neu eingeschlagenen Vertriebsweg über Einrichtungshäuser etablierten sie sich rasch weltweit mit großem Erfolg.
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Bild oben links: Beispiel exquisiter Glaskunst ist dieses Vehikel (50 cm x 35 cm), ein wunderschönes Einzelstück von Pawel Borowski. In Handarbeit stellte der Künstler diesen Glaskörper her und ließ ganz offensichtlich seiner Kreativität freien Lauf.
Bild oben rechts: Ein Glasobjekt ganz besonderer Art ist dieses Unikat von Stanislaw Borowski. Farbenfroh präsentiert sich das Schiff mit den Maßen 60 cm x 60 cm. Mit Hilfe von Schleif-, Gravur- und Sandstrahltechniken arbeitete Papa Borowski Gesichter und Körper in die gefärbten Glassegel ein und zieht damit das Auge des Betrachters in seinen Bann.
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Bild oben links: Einfallsreich wie außergewöhnlich ist diese etwa 60 cm lange Schale der jungen Generation. Sämtliche allgemein gültigen Vorstellungen hinsichtlich solcher Wohn-Accessoires warfen die Borowski-Brüder mit der neuartigen Form über Bord. Und welcher Gastgeber bietet nicht voller Stolz Gebäck aus dem gelben Schnabel eines Pelikans an?
Bild oben rechts: Nicht nur Glasobjekt sondern Leuchtobjekt ist dieser Drache mit einer "Lebendgröße" von 90 cm x 30 cm. Mit sogenannter "warmer Glasbearbeitungstechnik" blies das Borowski-Team die einzelnen Glasteile am Glasofen in Form. Erst in kaltem Zustand wurden die farbigen Glasrohlinge sandgestrahlt und geschliffen. Vollendung fand das Leuchtobjekt durch Verkleben der einzelnen Teile mit einem Spezial-UV-Kleber.
Im Jahr 1995 realisierte man die Idee von Pawel und Wiktor Borowski, Leuchten komplett aus Glas zu kreieren. Und ganz sicher konfrontierten die beiden Designer ihr Publikum mit dem Polarisierungsgedanken: Entweder das Objekt gefällt oder nicht. Dazwischen ist nichts möglich.
Text: Corinna Keller
Fotos: Glasstudio Borowski























