Goodwood-Revival

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EVENTS - Reportagen

Stil trifft Historie: Zu Gast bei Lord March

Stilvoller, schöner, besser, vornehmer und verrückter geht es nicht. Der Motorsport-Enthusiast Lord March öffnet die Tore zu seinem wunderbaren Park und 150.000 Genießer amüsieren sich. Mittendrin Formel-1-Legenden, rollende Schätze und natürlich Exclusive-Life.

 

Goodwood, 20.09.2008

Schon die Anreise ist ein Erlebnis. Unser Hotel liegt gut zehn Meilen von der Rennstrecke entfernt. Die halbe Stunde genießen wir gleich doppelt. Erstens, weil wir in einem Rolls-Royce Silver Spirit unterwegs sind und zweitens, weil links und rechts der Straße die schönste aller britischen Landschaften vorbeigleitet. Feine Landhäuser, malerische Dörfer und immer wieder britische Klassiker, die nur hier wie angegossen vor der Haustür parken.

 

 

Freitag morgen, neun Uhr. Die ersten Besucher reisen an und die Party beginnt. Wer hier in einem Volkswagen, Audi oder Mercedes anreist, fällt auf. Jaguar MK II, Lotus Elan oder Bentley Open Tourer geben auf dem Grün den Ton an. Selbst ein in die Jahre gekommener Cortina ist hier richtig. Aus den Klassikern steigen dann die Klassiker aus. Wer hier Prada, Gucci oder Lagerfeld trägt, ist extrem out. Schiebermütze, Tweed-Anzug, Knickerbocker oder Petticoat sind ab sofort mega-in.

 

 

Die jungen Männer in den weißen Kitteln kontrollieren die Eintrittskarten. "Good morning Sir, enjoy the festival." Ganz genau das werden wir! Hinter dem Eingang erwarten uns die 30er, 40er und 50er Jahre. Buden mit allerlei Krimskrams, Mode, Bücher, Bilder und allem, was der Oldtimer-Freund schon immer gesucht, aber nie gefunden hat.

 

 

Bestens bewacht. Die Briten sind stolz auf ihre Soldaten. Gut und gern ein Viertel aller Besucher trägt Orden, Rangabzeichen und militärisches Beinkleid. So viel Gelassenheit im Umgang mit dem Militär gelingt hier beeindruckend einfach.

 

 

Wer strahlt besser? Lola oder Mona? Die junge Dame im zeitgenössischen Outfit sorgte für reichlich Aufmerksamkeit. Mitten im Padock hatten die schnittigsten Rennwagen keine Chance, selbst der 250 GTO von Pink Floyd Drummer Nick Mason hatte für einige Sekunden das Nachsehen. Natürlich sind Le Mans-Siege, Formel-1-Triumphe und berühmte Rennfahrer in den Augen des echten Motorsport-Freundes unschlagbar. Aber einen kleinen Blick "riskiert" man eben doch recht gerne.

 

 

Rechts oben sehen Sie ein Original. Erinnern Sie sich? Isar 12. Der Star aus der bayrischen TV-Serie. Ein BMW 502 mit Blaulicht, Signalhorn und einem echten Original am Steuer. Gerd Millmer, BMW-Urgestein, Ex-Polizist und ISAR 12-Pilot drehte mit uns eine Runde durch den Park. Eskortiert von einem Bobby auf dem Drahtesel. Mehr Freude am Fahren hatten wir selten.

 

 

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Haben wir etwas übersehen? Nein, die Rennstrecke mitsamt Rennwagen zeigen wir Ihnen natürlich auch. Zum Beispiel Marc Surer. Der sympathische Schweizer hielt für BMW die Fahnen hoch. Surer jagte einen Lotus-BMW 23 über die Rennstrecke.

 

 

 

Text: Martin Ring

Fotos: Gudrun Muschalla

www.goodwood.com

www.muschalla.com

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