Der Sonderling: Mercedes-Benz 150 (W30)
1934 sorgte der Mercedes 150 auf der Berliner Automobil-Ausstellung für Aufsehen. Dabei stand nicht sein Design im Vordergrund, sondern die Position seines Motors.
Die Mercedes-Ingenieure hatten doch tatsächlich den Motor ins Heck des kleinen und eigentlich auch recht hübschen Roadster buchsiert. Ein Mercedes mit Heckmotor war schon eine recht mutige Erscheinung. Ob der Begriff "Heckschleuder" durch den W 30 publik wurde ist heute nicht bekannt.
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Sein Handling war eine Herausforderung. Selbst geübte Piloten vermochten den kleinen Roadster nicht immer fest im Griff zu haben. Schuld war die Position des Motors. Selbst der sympathische Hintern des kleinen Mercedes konnte da nicht helfen.
Fast pummelig im Vergleich zum "Stromlinien-Heck" des W30 kommt die Front daher. Als Referenz an die Modernität der Modell-Palette der Mercedes-Designer sollte der offene 150 vor allem betuchte Sportfahrer anlocken.
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Der kleine Roadster trat die Nachfolge des 130 an, der als Viersitzer kein Verkaufserfolg war. Für die Deutschlandfahrt wurden sechs Limousinen mit Mittelmotor entwickelt, die jedoch aufgrund der Motorplatzierung wenig Platz im Innenraum boten. Auf Basis der Limousinen wurde dann der 150 als Zweisitzer gebaut, dessen ungewöhnliche Konstruktion leider kaum Käufer fand. Fünf Exemplare wurden bestellt, dann beendete Mercedes-Benz das kurze und interessante Intermezzo.
Die Technik:
Vier Zylinder - Vier Takt
55 PS; 125 km/h
Hubraum: 1498 ccm
3-Gang-Handschaltung
plus Schnellgang
Stückzahl: 5 Roadster
Preis: 6.600 RM
Text: Martin Ring
Fotos: Mercedes-Benz























