BMW X1: Der kleine Schoko-Prinz
Lecker und knackig - neu und unverbraucht. Mit dem X1 stellt der bayrische Premiumhersteller BMW eine neue Species auf die Räder, die bisher noch keine Nachahmer gefunden hat.
Exclusive-Life hat den auffallend markanten Viertürer auf einer kurzen Ausfahrt getestet und jede Menge Lob für den kleinen "Schoko-Prinz" erfahren.
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Hamburg, 06.11.2009
"Na, da machen wir mal ´ne Ausnahme. Ist das der neue BMW? Gefällt mir richtig gut." Die Schranke zum Tagebauareal an der Leipziger Neussenlandschaft ist im Normalfall geschlossen. Zur Sicherheit. Aber die alten Giganten der 50er Jahre im Hintergrund sollen mit auf unser Foto, zudem eignet sich das Gebiet, sehr gut für einen kleinen Test. Was macht der X1 in leichtem und mittleren Gelände?
Wr fuhren den X-drive 2.0d, allso Allrad-Antrieb mit 130 kW und 350 Nm Drehmoment.
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Herr Reithofer schätzt seine Kunden wohl richtig ein. Den X1 wird man im Gelände kaum finden, ähnlich geht es X6-Besitzern, die ihrem BMW kaum mehr als einen Feldweg zumuten werden. Beim X1 werden gänzlich andere Talente im Vordergrund stehen und die sind nicht technischer Natur. Der Kunde oder besser die Zielgruppe fordert neue Konzepte. Variabilität, Image und moderne Technik, die nicht nur leistet sondern auch Nachhaltigkeit kommuniziert. Power und böser Blick allein erzeugen auch bei jungen Menschen immer öfter ein Achselzucken ob der augenscheinlichen Ideenlosigkeit vieler Hersteller. Das bekommen nicht nur US-Hersteller sondern auch Europäer zu spüren. Vor diesem Hintergrund ist BMW mit dem X1 auf einem guten Weg.
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Der Weg vom X5 zum X3 und nun zum X1 ist logisch und nicht nur der Wirtschaftskrise geschuldet. BMW hat den Wink seiner Kunden verstanden und ein Modell vorgestellt, dessen Message recht eindeutig ist. Fahrspaß, Raum, Qualität und eine eindeutige Formensprache, die die Herkunft deutlich aufzeigt. Die Farbe unseres Testwagens mag nicht jeden Geschmack treffen, bringt aber beim Rundgang um das Auto die markanten Linien, Sicken und Kanten sehr gut zur Geltung. Die Stoßfänger vorn und an der Seite sind sicher eher Zier als Notwendigkeit, sollen aber den X1 optisch klar positionieren. "Der Feldweg ist machbar."
Der Inneraum überrascht nicht, er schreibt die Philosophie der Bayern sauber fort. Fahrerorientierung im Cockpit, hohe Wertigkeit bei den Materialien und der Verarbeitung und sportlich-bequeme Sitze. Man sitzt hoch, muss aber nicht mit der Leiter einsteigen. Auf die Rückbank sollte man keine Basketball-Spieler setzten. Maximal 1.350 Liter Gepäck lassen sich verstauen. Der X1 ist kein Lastesel, kann aber im Alltag mit kleinen Kombis mithalten.
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Positiv überrascht hat uns die Kombination aus hoher sportlicher Leistung und niedrigem Energieverbrauch. Dank Start-Stopp-Technik, Bremskraftrückgewinnung und variabler Ventilsteuerung lassen sich Werte um die fünf Liter pro 100 Kilometer erreichen. Wer den Gasfuß nicht so gut im Griff hat, wird bei acht bis neun Litern landen. Dank seiner guten Balance und der nicht zu heftig eingreifenden Elektronik kommen auch sportlich ambitionierte Fahrer auf ihre Kosten. Der X1 meistert enge wie auch lange Kurven sehr sauber, bremst exakt ab und kann auch straffe Lastwechsel gut verkraften.
Beim Preis und bei der Ausstattung liefert BMW keine Überraschungen. Bei 29.550 Euro geht die Reise im Vierzylinder Diesel mit Heckantrieb los, für 41.500 Euro steht der 6-Zylinder Benziner mit Allrad vor der Tür. Wer dann noch in der Ausstattungsliste sein Kreuz in diversen Kästchen macht, darf auch mehr als 50.000 Euro bezahlen. Wir haben den Konfigurator auf der BMW-Website genutzt und sind recht flott bei 52.200 Euro gelandet. Wer premium fahren will, muss auch premium überweisen. Dafür kann man allerdings dann auch über eine Premium-Energie-Effizienz sprechen und das ist in Zukunft der gute Ton.
Die technischen Daten (laut Hersteller):
Modell: BMW X1 xdrive 2,0 d
Motor: 4-Zylinder Diesel
Hubraum: 1.995 ccm
Leistung: 130 kW/177 PS
Drehmoment: 350 Nm
Leergwicht: 1.650 Kg
Zuladung: 550 Kg
Getriebe: 6-Gang manuell (Serie) oder 6-Gang-Automatik
Speed: 218 km/h
0-100 km/h: 8,1 s
Verbrauch (EU-Drittelmix): 5,3 l/100 km
CO2: 139 g/km
Text: Martin Ring
Fotos: Ralf Bernert

























