Straßenfest: Mille Miglia 2003
Bürgermeister zwängen sich in Ihre feinste Robe, Schulklassen versammeln sich am Straßenrand und verdutzte Touristen, die eigentlich historische Gemäuer bewundern wollen, staunen Bauklötze. Die Mille Miglia geht um.
Durch das Spalier an Zuschauern rollen Mercedes-Kompressoren, Bentleys, Maseratis, Ferraris und BMWs - teils mit Prominenz bestückt - durch historsiche Altstädte und über romantische Landstrassen. Winkend, strahlend und mit reichlich italienischer Sonnenbräune versorgt.
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Auf einer Strecke von 1600 Kilometern röhren 375 Edel-Oldtimer durch Serpentinen auf der Jagd nach einer Trophäe, die weltweit Bewunderung erzeugt. Zwischen 1927 und 1957, als Strassenrennen noch erlaubt waren, zählte die Mille Miglia zu den härtesten Prüfungen im Motorsport. Legenden wie Stirling Moss, Huschke von Hanstein, Tazio Nuvolari, Rudolf Caracciola oder Alberto Ascari stehen auf der berühmten Siegerliste.
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Wer sich heute in die Liste eintragen möchte, muss neben einem adäquaten Oldtimer (es werden nur Autos zugelassen, die zwischen 1927 und 1957 teilnahmen) einen sehr sensiblen Gasfuß und einen kompetenten Co-Piloten mitbringen. Die Mille Miglia Storico ist eine Gleichmäßigkeits-Rallye, d.h. eine vorgegebene Strecke muss zeitlich so exakt wie möglich zurückgelegt werden. Dabei zählen Zehntelsekunden. Wer hier gewinnen will, braucht Zehenspitzengefühl und ein geschultes Auge für kürzeste Distanzen.
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Dynamik pur auf Italiens Landstrassen! Zahlreiche Rennwagen aus drei Jahrzehnten Motorsport-Geschichte jagen durch Italien. Für Hobby- und Profifotografen zählt die Mille Miglia zu den wichtigsten Terminen in der Oldtimer-Saison. Leider ereignen sich immer wieder zahlreiche Unfälle. Die Versuchung mit dem modernen Sportwagen gegen die historischen Legenden anzutreten ist für manche Menschen zu groß.
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Für Carlos Sielecki und Juan Hervas hat sich die weite Reise aus Buenos Aires gelohnt. In ihrem Bugatti T23 Brescia liessen die beiden 374 Teams hinter sich. Im Vorjahr schnupperte das südamerikanische Duo bereits an einen Pokal und erfuhr den zweiten Platz.
Text: Ralf Bernert
Fotos: Ralf Bernert
Video: autofernsehen.de



























