Fisker Karma
Automobile - Alternative Antriebe
Fisker Karma: Greencard
"We`re focused on changing the face of the automobile industry by creating a new segment of eco-friendly transportation." Hendrik Fisker, ehemals Designer bei BMW und Aston Martin, hat ein Herz für umweltbewusste Autofans mit Stil und 55.000 Euro auf dem Konto. Der Fisker Karma ist Coupé, Vision und Statement zugleich. (mit Bildgalerie)
Detroit im Jamuar 2008
Bisher hat Hendrik Fisker mit seiner jungen und kleinen Automobil-Manufaktur zwei Automobile auf die Räder gestellt. Beides sind eher Projekte, also Umbauten von Serienmodellen. Der Kunde liefert einen SL von Mercedes-Benz oder den 6er von BMW. Fisker modifiziert, optimiert und individualisiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Kunden scheinen zufrieden.
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Nun hat der dänische Designer die Öko-Welle entdeckt und reitet auf ihr. Sein Surfbrett ist ein durchaus attraktiver Entwurf mit Wellen, Kurven und ausreichend Platz für vier Personen. Für Exhibitionisten mit einer klaren Ansage. Für Individualisten mit dem Hang zur Provokation. Und schließlich für Amerikaner mit missionarischem Eifer, die manchmal über das eigentliche Ziel hinaus schießen. "Seht her, Schönheit, Rasse und Eleganz mag eine Erfindung der Europäer sein, aber wir US-Amerikaner fügen dem Ganzen noch das gute Gewissen bei."
Soweit zu den Themen Umwelt und Auto, Verbrennungsmotoren und Elektrizität, Wunsch und Wirklichkeit, Marketing und Wahrheit. Es ist wenig fruchtbar, ein Automobil zu beurteilen, dessen Technik bisher im Hintergrund steht. Vergleiche mit japanischen Hybrid-Modellen und europäischen Coupés der Luxus-Klasse wirken bemüht. Der Karma als die lang ersehnte Mischung aus schicken europäischen Linien und modernster Technologie. Das klingt nach Marketing und ist es auch. Der Appetit wird per Speisekarte angeregt, das Menü kommt später.
Leider ist der Karma zur Zeit nur eine Möglichkeit. Eine Idee des Chefkochs. Der Konjunktiv steht im Vordergrund. Die Detroit Motorshow ist das perfekte Umfeld für den ersten Gang. Was den Gast im Karma erwartet ist ungewiss. Wie lange muss der Wagen an die Steckdose, bis er die nächsten 80 Kilometer fahren kann? Wie hoch ist der Stromverbrauch der bildschönen Instrumenten-Beleuchtung? Was leistet der Verbrennungsmotor? Kann man den Karma auch ausschließlich mit dem Vierzylinder bewegen? Wie hoch ist sein Verbrauch? Wie schwer ist der Karma? Wie lange ist die Lebensdauer der Stromspeicher? Und in welchem Land erhält das Auto eine Zulassung?
Wir zeigen Ihnen gerne die Fotos des Karma und freuen uns mit Ihnen über das gelungene Layout. Hendrik Fisker hat in puncto Design ganze Arbeit geleistet. Nun sind wir gespannt, wie lange es dauern wird bis handfeste Daten geliefert werden und die ersten Testfahrten absolviert sind.
Text: Martin Ring
Fotos: Fisker
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