Fisker Karma Sunset
Automobile - Alternative Antriebe
Fisker Karma Sunset
Was für ein Anblick. Während die deutsche Konkurrenz in Sachen Zukunft eher mit kantiger Bräsigkeit wirbt, setzt ein dänischer Designer ein rassiges Ausrufezeichen. Moderne Automobile können auch attraktiv sein.
Exclusive-Life zeigt die ersten Fotos der beeindruckenden Offenbarung aus Kalifornien.

Detroit/Hamburg, 19.01.2009
Die Messestände sind abgebaut, die Showcars auf dem Heimweg, die Presse wieder im Büro und die meisten Berichte veröffentlicht. Die grossen Namen der Szene zeigten teils aufgewärmte PS-Monster, Diesel-SUVs mit Ecken und Kanten oder in Hektik entworfene Hybrid-Produkte. Lichtblicke waren nur wenige zu sehen. Das Rampenlicht gehörte den Verlierern aus Detroit. Um so schöner, dass eine kleine Schmiede aus Irvine in Kalifornien eine ausgesprochen attraktive Alternative vorstellte. Auf Basis des im Januar 2008 gezeigten Fisker Karma, kündigt das bisher auf Veredlung von deutschen Autos spezialisierte Unternehmen den Karma Sunset an. Ein Zwei-plus-Zwei-Sitzer mit versenkbarem Stahldach und Elektro-Antrieb.
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Die Form spricht eine klare Sprache und kommuniziert den Anspruch des Herstellers. "Ökologisch intelligente Automobile müssen nicht zwangsläufig langweilig aussehen." Hendrik Fisker, früher Designer bei Aston Martin und BMW, setzt ganz bewusst auf eine ausgewogene Mischung aus Emotion und Technik. Wie auch der Viertürer Karma glänzt der Sunset mit weichen Formen, sportlichen Linien und eleganten Schwüngen. Der Wagen steht auf mächtigen 22-Zoll-Alu-Felgen, die Proportionen und das grundsätzliche Design tragen deutlich sichtbar die Züge der Fisker´schen Handschrift. Die hoch geschwungene Dachlinie, der kurze Überhang an Heck und Front sowie der markante Kühlergrill erinnern an Tramonto und Latigo, den beiden Modellen aus dem Hause Fisker.
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Im Innenraum dominieren exklusive Materialien und kühle Ordnung. Im Vergleich zu einigen Wettbewerbern verzichtet man bei Fisker auf Holz- oder Metallzierde. Die Instrumentierung wird wie beim viertürigen Coupé Karma sehr futuristisch ausfallen. Die Sitze werden entweder mit hochwertigem Leder oder auf Wunsch mit einer Bambus-Faser bespannt. Der Individualisierungs-Spezialist Fisker wird sicher eine beeindruckende Palette an Sonderzubehör, Lackierungen und Farbkombinationen anbieten.
Die Technik:
Karma wie auch Karma Sunset werden durch zwei Elektromotoren angetrieben. Zur Unterstützung wird ein 4-Zylinder Benzinmotor mit Turbolader eingebaut, der die Akkus auflädt und die 80-km-Reichweite der E-Motoren bis auf 480 Kilometer erhöht. Der Wagen erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 200 (mit Benzinmotor) und beschleunigt aus dem Stand in rund sechs Sekunden. Die Auslieferung soll 2010 starten.
Die Erfolgsaussichten:
Beide Konzepte (Limousine und Cabrio) sprechen den Enthusiasten an, den Autoliebhaber und den Befürworter moderner Mobilität. Die Kombination Elektro- und Benzinmotor ist sicher nicht neu. Der Einsatz dieses Prinzips in einem derart attraktiven Gefährt macht es auch Skeptikern leicht. Die nächsten Monate werden allerdings zeigen müssen, ob ein bisher unbekannter Hersteller die komplexe Technik im Griff hat. Bisher sind rund 1.000 Bestellungen für den Karma eingegangen. Die ist keine geringe Menge. Der Sunset dürfte ähnlich viele Fans finden, vorausgesetzt Fisker Automotive liefert ein zuverlässiges Produkt.
Die technischen Daten (laut Hersteller):
Motor: 2 Elektromotoren plus 1 4-Zylinder-Motor mit Turboaufladung
Leistung: 408 PS
Drehmoment: 1.300 Nm
Reichweite: 80 Km ohne Benzinmotor, 480 km mit Benzinmotor
Benzinverbrauch in Kombination mit den E-Motoren: 2,4 l/100 km
Länge: 4,987 m
Breite: 1,984 m
Höhe: 1,330 m
Radstand: 3,160 m
Highspeed: 200 km/h
0-100 km/h: 6,0 s
Preis: ab 100.000 Euro
Text: Martin Ring
Fotos: Fisker Automotive





