Er ist Mathematiker, Physiker und Uhrmacher. Philippe Wurtz baut Pendeluhren, die man ohne Übertreibung als Kunstwerke bezeichnen kann. Mit seinen ersten beiden Modellen Gramat und Brive schuf Wurtz vor vier Jahren zwei Meilensteine des Uhrmacherhandwerks. Nun legt der sympathische Elsässer nach.
Hamburg, 26.06.2009
Seine erste Pendeluhr war eine Weltneuheit. Mit der Gramat setze Philippe Wurtz ein Zeichen, das noch heute Gültigkeit besitzt. Die Synthese aus Handwerk und Kreativität, die Wurtz` Werke auszeichnet, katapultierte den Franzosen in das Blickfeld der internationalen Sammler-Szene.
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Seine Arbeit begeistert durch Präzision, extreme Verarbeitungsqualität und vor allem durch die Komposition aus Technik und Design.
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Wurtz platziert seine Konstruktion derart eindrucksvoll hinter Glas und Nickel dass die eigentliche Aufgabe der Uhr galant in den Hintergrund tritt. Es ist der uneingeschränkte Blick auf das Miteinander der Zahnräder, Gewichte und Kugellager, der die Faszination der Wurtz`schen Kreationen ausmacht. Bei aller Begeisterung für die Präsentation des Werkes wird der Kenner seinen Blick auf das Uhrwerk richten, das wohl weltweit zu den besten seiner Art zählt. Wurtz schuf bereits mit den beiden ersten Uhren "Gramat" und "Brive" eine kleine Sensation, indem er sie mit einem Planetengetriebe ausstattete, was eine längere Gangdauer garantiert und eine Laufunterbrechung während des Aufziehens verhindert. Die "Sarlat", nach der "Brive" aus dem Jahr 2004, die dritte Präzisionspendeluhr von Philippe Wurtz, unterscheidet sich nicht nur optisch von ihren Vorgängern. Wurtz hängte in seiner neuen Uhr das Werk an einen V-förmigen Träger, der die Ganggenauigkeit weiter erhöht und dem Pendel eine enorm stabile Auflage bietet. Die Stunde wird auf einem separaten Rad angezeigt, Minute und Sekunde liest man am jeweiligen Zeiger in einem eigenen Ring ab. Die Präzision und makellose Arbeit des findigen Franzosen lassen die Fotos der Sarlat nur erahnen. Wurtz pflegt seine Preziosen stets auf handwerklich höchstem Niveau zu fertigen. Alle Räder sind vergoldet, die Platinen mit einem Genfer Schliff versehen und vernickelt. Die Wellen sind kugelgelagert, die kleineren sogar mit Keramikkugeln. Diese Lagerung im Verbund mit der Diamantbeschichtung der Triebe ermöglicht es, auf eine Schmierung gänzlich zu verzichten und die Uhr praktisch wartungsfrei zu bauen. Das Pendel besitzt eine Invarstange mit Temperaturkompensation. Luftdruckschwankungen werden mit Aneroiddosen kompensiert. Die Faszination der Sarlat steckt sicher in der Kombination aus Optik, perfekter Verarbeitung und der technischen Raffinesse ihrer Konstruktion. Philippe Wurtz schaffte auch mit seiner Sarlat eine Skulptur der besonderen Art. |
Die technsichen Daten:
Maße: H 135 cm / B 29 cm / T 16 cm
Pendel: Invarstange und Messinggewicht 7 kg
Antriebsgewicht: 3 kg aus Wolfram
Gangdauer: 11 Wochen
Gehäuse: Glas in feinem vernickelten Messingrahmen
Preis: 39.500,00 Euro inkl. MwSt.
Philippe Wurtz: Le Stylographe
www.ahci.ch
www.philippe-wurtz.com
Text: Jonas Kleber
Fotos: Philippe Wurtz






















